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Montag, 14. September 2026

ADAC GT4 Germany: Sonntagsrennen auf dem Sachsenring musste ausfallen

Die Möglichkeit eines Nachholtermins wird geprüft

Foto: Jens Hawrda

Der zweite Lauf der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring konnte am Sonntag aus Sicherheitsgründen und aufgrund höherer Gewalt nicht wie geplant ausgetragen werden. Beschädigte Randsteine der Streckenbegrenzung konnten auch aufgrund der regnerischen Witterung nicht kurzfristig sicher und fachgerecht repariert werden. Der ADAC wird in der kommenden Woche prüfen, ob das ausgefallene Rennen im Rahmen des Saisonfinales auf dem Hockenheimring nachgeholt werden kann.


Sonntag, 13. September 2026

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson untermauern mit Sieg ihre Titelambitionen

  • Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Tabellenspitze der ADAC GT4 Germany rückt immer enger zusammen
  • Sieg in Rookie-Wertung für Ginetta-Pilot Bertilsson

Großer Jubel bei Benjamin Sylvestersson (li.) und Gabriele Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Packende Action auf der Strecke und spannende Dramatik im Titelkampf. Die ADAC GT4 Germany präsentierte sich im Samstagsrennen auf dem Sachsenring von ihrer besten Seite. In einem unterhaltsamen Rennen triumphierten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 vor Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Das Podium komplettierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 damit die Tabellenführung knapp behaupten konnten. Durch das Ergebnis rückten die drei genannten Fahrer-Duos auf lediglich fünf Punkte in der Tabelle zusammen. Somit ist Hochspannung für den Rest der Saison garantiert.

Piana hatte das Rennen von der Pole-Position aus begonnen. Der ADAC GT4 Germany-Rekordsieger gewann den Start und machte der Konkurrenz unmissverständlich klar, dass der Laufsieg nur über ihn und seinen Partner Sylvestersson gehen würde. Lediglich Springob im Aston Martin konnte dem BMW in der ersten Rennhälfte folgen. Dahinter entwickelte sich ein Vierkampf um die Position des besten Verfolgers, den zunächst Linus Hahne (22/Oelde) im BMW von ME Motorsport für sich entschied. Nicht nach Plan lief die ersten Rennhälfte hingegen für Tabellenführer Robinson, der von Startplatz vier bis auf die sechste Position zurückfiel.

An der Spitze des Feldes blieb die Reihung nach den obligatorischen Fahrerwechseln gleich. Sylvestersson, der von Piana übernommen hatte, konnte die Spitze behaupten und letztendlich auch mit über fünf Sekunden Vorsprung souverän zum Sieg fahren, der für den schnellen Finnen zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Für Gogollok gab es zwischenzeitig hingegen einen kleinen Rückschlag. Aufgrund eines Vergehens von Teamkollege Springob während einer Gelbphase, musste der Aston Martin-Pilot in die Penalty-lap abbiegen. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz reichte aber aus, um final Platz zwei sicherzustellen.

Lange schien Hahnes Teamkollege Philip Wiskirchen (22/Euskirchen) sicher auf der dritten Position. Doch Tabellenführer Berndt, der für Robinson in den Porsche gestiegen war, drehte in der Schlussphase nochmals auf und konnte letztendlich den letzten Podiumsplatz erobern. Hahne/Wiskirchen wurden final Fünfte hinter dem BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport). Rang sechs ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4. Bertilsson gewann somit auch die Rookie-Wertung. 

Rang acht sicherten sich Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) Die Top Zehn komplettierten Gianni van de Craats (21/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Tagessieg in der PRO-AM-Wertung ging an Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Einen Start/Ziel-Sieg einzufahren, macht immer Spaß. Mein Stint war aber keinesfalls langweilig. Denn es hat mich wirklich überrascht, dass Jan Philipp Springob zunächst so viel Druck aufbauen konnte. Er überholte mich sogar fast und hatte eine wirklich starke Pace. Strategisch haben wir heute hoch gepokert und gewonnen. Hoffentlich können wir morgen ebenfalls eine gute Leistung zeigen. Die eingefahren Punkte sind gut für die Meisterschaft.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger für FK Performance Motorsport: „Natürlich freue ich mich sehr über den Sieg. Letztendlich hat Gabriele im ersten Stint schon den ganzen Job erledigt, sodass ich das Auto nur noch nachhause bringen musste. Ich hatte viel Wert auf das Managen der Reifen gelegt, damit der Sieg nicht in Gefahr geriet. Das Resultat ist klasse für unsere Titelhoffnungen.“

Philipp Springob – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Ich hatte einen guten Start und konnte Gabriele folgen. Die Gelbphase kam dann etwas überraschend, da ich aufgrund technischer Probleme weder einen Funkspruch hörte noch eine Mitteilung im Display sah. Das ist ärgerlich, aber zum Glück haben wir dadurch keinen Platz verloren. Auch ohne die Strafe hätte es wohl nicht für den Sieg gereicht. Dafür war der BMW heute zu stark. Wir haben das Maximum herausgeholt. Somit sind wir zufrieden.“

Philipp Gogollok – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Platz zwei ist ein solides Ergebnis und gut für die Tabellensituation. Mein Stint war gut. Nach der Penalty-lap war Benjamin vor mir aber zu weit weg, sodass ich nie angreifen konnte. Auch hinter mir hatte ich viel Luft und konnte mein Rennen in Ruhe fahren. Morgen starten wir von der siebten Position aus und hoffen auf das nächste Podium.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich lief mein Stint nicht ideal. Viele Konkurrenten um mich herum agierten etwas übermotiviert. Somit galt es für mich, sauber durchzukommen. Das ist mir gelungen. Ich managte auch den Reifen gut, sodass Denny in der zweiten Rennhälfte Vollgas geben konnte. Er hat das Rennen dann klasse zu Ende gefahren und das Podium sichergestellt.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Das Podium ist ein super Ergebnis. Lachlan hat mir den Porsche in einem sehr guten Zustand übergeben. Ich konnte dann genau das umsetzen, was ich mir vor dem Rennen vorgenommen hatte. AVIA W&S Motorsport hat uns heute wieder einmal ein perfektes Paket zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns sehr, weiterhin die Tabelle anzuführen.“


Samstag, 12. September 2026

ADAC GT4 Germany: Sachsenring: BMW und Porsche mit Pole-Position

Die Titelaspiranten Gabriele Piana und Denny Berndt werden die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring jeweils von der Pole-Position aus beginnen. Auch die Kontrahenten aus dem Aston Martin-Lager stark in der Qualifikation unterwegs.

Gabriele Piana Holt sich die Pole für's Samstagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Hochspannung pur für die beiden Läufe der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring: Darauf deutet das Ergebnis der Qualifikation unmissverständlich hin. Denn in beiden Rennen auf der 3,645 Kilometer langen Berg- und Talbahn bei Chemnitz fahren die Titelaspiranten von ganz vorne los. Für das Samstagsrennen erzielte der in der Tabelle drittplatzierte Gabriele Piana (40/ITA) im BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport mit 1:25,737 Minuten die Pole-Position. Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) war im Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport in der Qualifikation das Sonntagsrennen mit 1:25,911 Minuten nicht zu schlagen.

„Besser als die Pole geht es nicht. Es war eine gute und vor allem fehlerfreie Runde. Vielleicht hätte ich in Kurve sechs noch das eine oder andere Zehntel finden können. Aber insgesamt sind wir natürlich richtig glücklich mit dem Ergebnis“, jubelte Piana, der sich den BMW mit Benjamin Sylvestersson (19/FIN) teilt. 

Mit einem Rückstand von 0,139 Sekunden ging Platz zwei der Qualifikation für das Samstagsrennen an die Markenkollegen Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Zeitgleich dritte wurden die in der Tabelle zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor dem Porsche von Berndt/Lachlan Robinson (23/AUS).

„Das Ergebnis ist sicherlich eine gute Ausgangslage“, analysierte Berndt nach den beiden Sessions. „Ich hatte eine gute Runde. Es hat einfach gepasst. In den Rennen möchten wir ganz vorne mitfahren und so viele Punkte wie möglich einfahren. Es gilt, auf die Reifen zu achten. Doch ich denke, dass wir dafür gut vorbereitet sind.“

Zweite in der Qualifikation für das Sonntagsrennen wurden die AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA), die 0,059 Sekunden zurücklagen. Platz drei sicherte sich mit 0,080 Sekunden Rückstand der BMW von Piana/Sylvestersson. Die Top Vier komplettierte der Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Das Aston Martin-Duo Springob/Gogollok erreichte Rang sieben.

Quelle: adac-motorsport.de


Mittwoch, 9. September 2026

ADAC GT4 Germany: Titelkampf spitzt sich auf dem Sachsenring weiter zu

  • Fahrzeuge von vier Marken aussichtsreich im Titelkampf. 
  • Tabellenführer Denny Berndt will den nächsten Laufsieg. 
  • Sonntagsrennen live bei SPORT1 im Free-TV.

Heimspiel am Sachsenring für den Aston Martin von COSY Racing by ESM
Foto: ADAC-Motorsport

Vorhang auf für die vorletzte Runde der ADAC GT4 Germany 2026. Schauplatz dafür ist der Sachsenring in der Nähe von Chemnitz. Der spektakuläre 3,645 Kilometer lange Kurs zählt zu den absoluten Lieblingsstrecken der Rennfahrer – und dort wollen die Titelaspiranten wichtige Punkte sammeln, um sich vor dem Finale Mitte Oktober auf dem Hockenheimring in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Die Top Drei der Tabelle liegen allesamt innerhalb von lediglich 14 Zählern. Ganz oben im Klassement stehen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Doch die zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) sowie die dritten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) wollen dem Porsche 718 Cayman GT4-Duo die Führung streitig machen. Das verspricht natürlich einiges an Spannung. Wie üblich startet die ADAC GT4 Germany im Rahmenprogramm der DTM. Tickets für den Sachsenring gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. SPORT1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV und das Samstagsrennen ab 15:05 Uhr im Livestream auf SPORT1.de. Auch ServusTV On zeigt die Rennen im Stream. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden neben den Rennen zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:00 Uhr live übertragen.

Berndt/Robinson kommen mit ordentlich Rückenwind nach Sachsen. Die Porsche-Fahrer gewannen zuletzt das Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. „Ich freue mich auf die recht kurze Anfahrt“, erklärt der Berliner Berndt. „Auf dem Sachsenring ist der Zuschauerzuspruch immer grandios. Davon lebt unser Sport. Wir wollen alles tun, um den Besuchern ein tolles Wochenende zu bieten. Es gilt vor allem auf die Reifen zu achten. Unser sportliches Ziel ist das Podium und somit so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.“

Mit nur sechs Punkten Rückstand treten Springob/Gogollok am Sachsenring an. Auch sie waren im Aston Martin Vantage AMR GT4 zuletzt auf dem Nürburgring erfolgreich. Für ihr Einsatzteam EastSide Motorsport ist der Sachsenring immer ganz speziell, da die Mannschaft aus dem nahegelegenen Crimmitschau ihr Heimspiel feiert und somit viele Gäste vor Ort hat. „Der Sachsenring sollte uns vom Layout her sehr gut liegen, da er viele langgezogene und schnelle Kurven aufweist. Wir gehen mit einer guten Ausgangslage ins Wochenende und möchten vom Jäger zum Gejagten werden – sprich als Tabellenführer abreisen. Am besten gelingt uns das mit Podiumsplatzierungen“, ist Gogollok hoch motiviert. „Es ist immer schön, das Heimrennen des Teams zu erleben. Denn es gibt viele Gäste, die uns anfeuern werden. Auch einer meiner Partner kommt ganz aus der Nähe der Strecke. Somit wird es viele Emotionen zu spüren geben. Das spornt gleich noch mehr an.“

Den Tabellendritten Piana/Sylvestersson fehlen im BMW M4 GT4 lediglich 14 Punkte auf die Spitze. Insbesondere Piana blickt immer wieder gerne auf den Sachsenring, auf dem er im Vorjahr das Sonntagsrennen gewann. Seine Glanzleistung mit unzähligen Überholmanövern im Jahre 2023 bewertet er weiterhin als eines der besten Rennen seiner Karriere. Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen der ADAC GT4 Germany liegen die Viert- und Fünftplatzierten der Tabelle. Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche) haben 27 Punkte Rückstand. Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) fehlen im Toyota GR Supra GT4 nur 31 Zähler nach ganz vorne. Somit befinden sich Fahrzeuge von vier unterschiedlichen Marken auf den ersten fünf Positionen im Gesamtklassement, was nicht nur für die Ausgeglichenheit in der ADAC GT4 Germany spricht, sondern auch spannende und abwechslungsreiche Rennen erwarten lässt.


Dienstag, 1. September 2026

ADAC GT4 Germany: Denny Berndt: „Es gilt, saubere Arbeit zu liefern“

Bernd/Robinson, Porsche 718 Cayman GT4 #31
Foto: Jens Hawrda

Der Pilot von AVIA W&S Motorsport führt zusammen mit Lachlan Robinson die Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany an. Insbesondere auf den Sachsenring freut sich der Berliner.

Die ADAC GT4 Germany steht vor einem spannenden Saisonendspurt 2026. Noch zwei Rennwochenenden sind zu absolvieren – und an der Spitze liegen drei Piloten-Duos innerhalb von nur 14 Punkten. Tabellenführer sind Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS), die einen Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport fahren. „Sicherlich haben wir nicht erwartet, ganz oben im Klassement zu stehen. Dennoch ist gewinnen natürlich immer unser Ziel“, erklärt Berndt. „Zusammen mit Lachlan und dem Team haben wir ein super Paket. Das ist gibt uns für den Rest der Saison ein gutes Gefühl. Wir werden unser Bestes geben.“

Der Berliner und sein australischer Teamkollege können auf eine bislang recht erfolgreiche Saison zurückblicken. In acht Läufen standen sie fünfmal auf dem Podium. Highlight waren die beiden Siege im Samstagsrennen auf dem Norisring und zuletzt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. „Tatsächlich am meisten Spaß hat mir Lauf eins auf dem Nürburgring bereitet – auch in Bezug auf das Feedback von Außen. Das Racing war einfach klasse und bislang das Highlight der Saison“, blickt Berndt zurück. 

Berndt kam aus dem BMW M2 Cup in die ADAC GT4 Germany und gab 2024 sein Seriendebüt. Dabei saß er stets im Porsche. „Die Fahrzeugwahl hat sich einfach ergeben - und war eigentlich keine bewusste Entscheidung“, so Berndt. „Ich absolvierte auf dem Porsche einen Testtag und kam mit dem Auto direkt zurecht. Seitdem kann ich auf das Gelernte aufbauen. Es gibt also keinen Grund für einen Fahrzeugwechsel.“

Während Berndt beim Rennwagen auf Konstanz setzt, stieß er erst vor der aktuellen Saison 2026 zu AVIA W&S Motorsport. „Das Zusammenspiel mit dem Team ist wirklich sehr gut“, bewertet Berndt den Rennstall aus Baden-Württemberg, der von 2023 bis 2025 dreimal in Folge den Titel in der Team-Wertung der ADAC GT4 Germany erzielte. „Die Kommunikation findet auf Augenhöhe statt. Ich fühle mich wohl im Team - und das ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg.“ Ebenfalls neu in diesem Jahr ist für den 21-Jährigen mit Lachlan Robinson der Teamkollege. „ Lachlan redet wenig und ist schnell“, lacht Berndt. „Im Auto hat er viele Stärken. Vor allem in der Qualifikation ist er ein Top-Pilot.“

Berndt/Robinson sind somit gut gerüstet für die beiden noch ausstehenden Rennwochenenden vom 11. bis 13. September auf dem Sachsenring und Mitte Oktober auf dem Hockenheimring. „Wir haben auf beiden Strecken gute Chancen. Fahrerisch gefällt mir der Sachsenring richtig gut. In den vielen Linkskurven braucht es viel Gefühl am Steuer und mit dem Gaspedal“, beschreibt Berndt. 

Mit guten Ergebnissen auf der Strecke bei Chemnitz möchte Berndt die Basis im Titelrennen legen - auch wenn er die Favoritenrolle noch von sich weist und das Thema erst einmal bestmöglich ausblenden möchte. „Im Unterbewusstsein denkt man natürlich an den Titel. Aber das hilft mir im Auto nicht weiter“, stellt Berndt klar. „ Wir hatten über die Saison bislang ein konstantes Auftreten. Das müssen wir bei den beiden verbleibenden Rennwochenenden so beibehalten. Es gilt, weiterhin saubere Arbeit zu liefern und Ruhe zu bewahren. Dann werden wir sehen, was am Ende der Saison herauskommt.“

Quelle: adac-motorsport.de


Donnerstag, 20. August 2026

ADAC GT4 Germany: FK Performance: Shoot-out für Nachwuchsprogramm

Foto: Jens Hawrda

Mit dem Förderprogramm „The Next Step“ hat FK Performance Motorsport den motorsportlichen Nachwuchs im Blick. Am 1. Oktober geht es auf dem Hockenheimring los. Der Rennstall aus Bremen ist seit Jahren fest auf der ADAC Motorsport-Plattform verankert.

FK Performance Motorsport zählt seit 2023 zum Feld der ADAC GT4 Germany und setzt seitdem nicht nur auf Rennwagen von BMW, sondern insbesondere auch auf Nachwuchspiloten. Dieses Konzept soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Dafür hat der Rennstall aus Bremen ein neues Förderprogramm für die Saison 2027 ausgerufen, das unter der Bezeichnung „The Next Step“ läuft. Ziel ist es, Nachwuchsfahrer nicht nur an die Engagements des Teams im BMW M2 Cup und in der ADAC GT4 Germany heranzuführen, sondern auch die potenzielle Aufstiegsmöglichkeit ins ADAC GT Masters in den Fokus zu stellen.

Los geht es bereits am 1. Oktober mit einem Testtag auf dem Hockenheimring. Der Test dient als Shoot-out/Sichtung für die Saison 2027. Die teilnehmenden Fahrer (Alter ab 15 Jahre) haben auf der badischen Rennstrecke die Möglichkeit, ihr Können im BMW M2 Racing und im BMW M4 GT4 zu präsentieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist unter anderem das Vorhandensein mindestens einer nationalen Rennlizenz sowie auch nachweisbare Erfahrung im Kart- oder Automobilsport. Aktuelle Piloten von FK Performance Motorsport werden das Shoot-out begleiten. Die Datenanalyse erfolgt zusammen mit den Ingenieuren des Teams .

Seit dem Einsteig in die ADAC GT4 Germany konnte FK Performance Motorsport 13 Podiumsergebnisse erzielen. Highlight waren drei Laufsiege. In der Saison 2026 ist der Rennstall mit drei BMW M4 GT4 in der Serie unterwegs und liegt aktuell auf Platz zwei der Team-Wertung. 2025 wurde FK Performance Motorsport von BMW als weltbestes Kundenteam ausgezeichnet.

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 19. August 2026

ADAC GT4 Germany: Fahrerlager-Radar vom Nürburgring

Die ADAC GT4 Germany startete auf dem Nürburgring fulminant in die zweite Saisonhälfte 2026. Das sind einige spannende Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.

Foto: Jens Hawrda

Rückkehrer

Damon Surzyshyn (49/CAN) hat seit 2023 insgesamt schon 22 Rennen in der ADAC GT4 Germany absolviert. Die erste Saisonhälfte 2026 ließ er aber aus. Doch nun ist der Kanadier wieder da. „Ich liebe die ADAC GT4 Germany einfach. Es ist die beste Sprint-Rennserie der Welt und der Wettbewerb ist grandios. Das Level der Fahrer ist unglaublich hoch“, strahlte Surzyshyn, der extra aus Winnipeg anreiste. „Der Plan ist, nun auch auf dem Sachsenring und in Hockenheim anzutreten.“ Das Rennwochenende auf dem Nürburgring lief zudem sehr erfolgreich für den Porsche-Fahrer von Razoon - more than Racing. Er stand beide Mal auf dem Podium der PRO-AM-Wertung.

Heimspiele

Für viele Fahrer und Teams bedeutet das Rennwochenende auf dem Nürburgring stets Heimspiel. „Ich freue mich immer, hier zu fahren. Der Nürburgring ist ganz klar mein Saisonhighlight“, erklärte Hendrik Still (39/Kempenich, AVIA W&S Motorsport). „Ich wohne nur wenige Kilometer vom Fahrerlager entfernt und kann zuhause schlafen. Somit hatte ich auch viel Unterstützung aus der Familie und von Freunden mit dabei.“

Schnelle Rookies

In der Rookie-Wertung präsentieren sich Piloten, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren und unter 25 Jahre alt sind. Am Samstag siegte erstmals überhaupt Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing), der in der Ginetta G56 GT4 das beste Rennwochenende der Saison erlebte. „Wir hatten eine wirklich gute Pace und konnten auch in die Top Fünf vorfahren. Die Rookie-Wertung ist richtig klasse. Ich hoffe, in dieser Saison noch weitere Siege erzielen zu können“, meinte der Schwede. Im Sonntagrennen sicherte sich Tabellenführer Marius Schmid (18/Tengen, BWT Mücke Motorsport) den Rookie-Sieg.

Debütant

In einem Porsche von Razoon - more than Racing war erstmals überhaupt Gregor Schneider (48/Nürnberg) in der ADAC GT4 Germany unterwegs. „Mir hat es super gefallen. Die ADAC GT4 Germany ist eine richtig große Bühne und eine der bekanntesten GT4-Serien der Welt. Hier zu fahren, ist eine riesengroße Ehre“, erläuterte Schneider. „Ich hatte den Spaß meines Lebens und würde mich freuen, hier wieder anzutreten.“

Beeindruckende Gentlemen

Auch in der PRO-AM-Wertung wurde auf dem Nürburgring wieder herausragender Sport geboten. Am Samstag triumphierten die Tabellenführer Hendrik Still und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) – am Sonntag jubelten die Porsche-Markenkollegen Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (20/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport). „Wir hatten nicht wirklich erwartet, den Klassensieg einzufahren. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht“, strahlte Jensen vom Podium. Lobend fügte Teamkollege Rühl an: „Das gesamte Team war regelrecht an die Bildschirme gefesselt, als Jesper im Auto saß. Denn er bot einen grandiosen Speed.“ Passend dazu hat der Rennstall aus Österreich ein neues Hashtag für Social Media initiiert: #winnerwerk

Erfolgreiche Junioren

In der Junior-Wertung waren am Sonntag Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) erfolgreich. Das Samstagrennen entschied Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 für sich. „Alleine schon die Tatsache, dass ich eine weitere Trophäe bekommen habe, macht die Junior-Wertung wichtig“, lachte Gogollok. „Der Fokus liegt dieses Jahr sicherlich mehr auf der Gesamtwertung, doch die Junior-Wertung ist ebenfalls hart umkämpft und hochspannend. Das Ziel in diesem Jahr sind beide Titel.“

Quelle: adac-motorsport.de

Montag, 17. August 2026

ADAC GT4 Germany: Sieg und Tabellenführung für Berndt/Robinson am Nürburgring

  • Zweiter Saisonsieg für Porsche-Duo in ADAC GT4 Germany
  • Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson mit Platz zwei im BMW
  • Marius Schmid im Mercedes-AMG bester Rookie

Die Tagessieger Denny Berndt (li.) und Lachlan Robinson
Foto: ADAC-Motorsport

Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) sind die großen Gewinner des Sonntagsrennens der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Mit einem souverän herausgefahrenen Laufsieg übernahm das Porsche 718 Cayman GT4-Duo nicht nur die Tabellenspitze im ADAC Championat, sondern auch die Favoritenrolle für die restlichen zwei Rennwochenenden der Saison. Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) erkämpften im BMW M4 GT4 die zweite Position. Das Podium komplettierten beim Klassiker in der Eifel Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.

An der Spitze des Sonntagrennens ging es wieder einmal richtig bunt zu. Zu Rennbeginn lag zunächst Pole-Setter Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vorne, gefolgt von Berndt im Porsche und Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4. Doch nach rund zehn Rennminuten überholten in direkter Abfolge sowohl Berndt als auch Schwartz den Aston Martin. Dahinter beendeten Porsche-Pilot Gabbay sowie Sylvestersson im BMW die erste Rennhälfte auf den weiteren Positionen.

Die Phase der Boxenstopps brachte dann die nächsten Positionsverschiebungen. Piana, der von Sylvestersson übernommen hatte, setzte sich direkt vor Gogolloks Partner Jan Philipp Springob (25/Olpe) und konnte im Anschluss sofort auch Lucas Cartelle (18/BEL) überholen, der für Schwartz in den Toyota gestiegen war. Auch Maximilian Schreyer, der Gabbay im Porsche ersetzt hatte, fand sich nach den Stopps vor Springob wieder. Wenig später holte der junge Hesse dann auch von Cartelle die dritte Position. Cartelle musste sich im weiteren Rennverlauf schließlich noch Springob im Aston Martin geschlagen geben.

Davon unbeeindruckt blieb Berndts Partner Lachlan Robinson in der zweiten Rennhälfte unangefochten in Führung und fuhr mit einem Vorsprung von über vier Sekunden zum Sieg, der auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Hinter Piana/Sylvestersson, Gabbay/Schreyer sowie Gogollok/Springob reichte es für Cartelle/Schwartz am Ende nicht für Rang fünf, da in der letzten Runde auch noch der BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) den Toyota überholte.

Siebte wurden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) vor ihren Mercedes-AMG-Markenkollegen Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport). Schmid konnte sich somit auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport, Porsche) sowie Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Erfolg in der PRO-AM-Wertung ging an das Porsche-Duo Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (20/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport).

Stimmen nach dem Rennen

Denny Berndt – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Unser nächster Sieg in der ADAC GT4 Germany ist wirklich ein tolles Resultat. Doch da wir direkt nachhause fahren, können wir nicht großartig feiern. Sicherlich ist die Tabellenführung ein super Zwischenstand, alles kann sich aber schnell wieder ändern. Wir schauen von Rennen zu Rennen und geben unser Bestes. Der Sachsenring kann also kommen.“

Lachlan Robinson – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Der Sieg fühlt sich richtig gut an, insbesondere da der Tag gestern nicht so endete, wie wir es gewünscht hätten. Denny hat heute wieder einen klasse Job gemacht, somit musste ich das Auto eigentlich nur noch ins Ziel bringen. Das ist mir gelungen.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Wir versuchen schon die ganze Saison, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Doch zumeist ist ein Konkurrent schneller. Somit bin ich nicht sonderlich glücklich. Das Team hat aber eine perfekte Taktik in Bezug auf den Boxenstopp angewandt, sodass ich direkt auf meiner Outlap attackieren konnte.“

Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Mit Platz zwei konnten wir das Wochenende versöhnlich beenden. Wir haben unser Bestes gegeben. Mein Start war ganz gut, doch danach steckte ich etwas im Verkehr. Wir hatten einen guten Boxenstopp und konnten dadurch Positionen gewinnen. Gabriele hat das Rennen klasse zu Ende gefahren. Das Auto fühlte sich zudem richtig gut an.“

Alon Gabbay – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Ich freue mich sehr über das Podium. Ich habe in meinem Stint richtig Gas gegeben. Danach hat auch Maxi alles gegeben und den Toyota überholt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Maximilian Schreyer – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier auf dem Nürburgring auf dem Podium zu stehen. Das Team hat dafür mega hart gearbeitet. Auch Alon war heute super aufgelegt. Als ich ins Auto stieg, konnte ich direkt am Toyota vorbeifahren. Auf dem Sachsenring wollen wir an diese Leistung anknüpfen.“

Samstag, 15. August 2026

ADAC GT4 Germany: Aston Martin triumphiert auf dem Nürburgring

  • Dritter Saisonsieg für Jan Philipp Springob/Philipp Gogollok in ADAC GT4 Germany
  • Zwei BMW in den Top Drei
  • Erster Rookie-Erfolg für Ginetta-Fahrer Erik Bertilsson

Großer Jubel vor den Zuschauern: Jan Philipp Springob (li.) und Philipp Gogollok
Foto: ADAC-Motorsport

Dritter Stich für Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Titelrennen 2026 der ADAC GT4 Germany. Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo feierte im Samstagsrennen auf dem Nürburgring den dritten Saisonsieg und konnte dadurch auch die Tabellenführung im ADAC Championat übernehmen. Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) belegten in einem actionreichen Rennen Rang zwei. Ihre BMW M4 GT4-Markenkollegen Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) komplettierten vor vollen Zuschauerrängen das Podium.

Für Springob hat der Nürburgring einen ganz besonderen Stellenwert. Der Kurs in der Eifel ist nicht nur seine Heimstrecke - hier hat er bereits 2023 das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany gewonnen. Für den Triumph 2026 legte Springob die Grundlage bereits am Vormittag mit der Pole-Position. Beim Rennstart machte er kurzen Prozess mit der Konkurrenz und setzte sich in der ersten Rennhälfte immer weiter an der Spitze des Feldes ab. Dahinter kämpften Lachlan Robinson (22/AUS, AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4 und Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) im BMW sehenswert um die zweite Position, wobei sich zunächst der erfahrene Italiener durchsetzte. Markenkollege Linus Hahne arbeitete sich derweil bis zum vierten Rang vor.

Zu Rennmitte gab es die obligatorischen Fahrerwechsel und die Reihung blieb zunächst bestehen. Springobs Partner Gogollok behielt bis zum Rennende unangefochten die Führung und stellte den dritten Saisonsieg klar, der für den Hessen auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Benjamin Sylvestersson(19/FIN) und Denny Berndt (21/Berlin), die für Piana und Robinson eingestiegen waren, taten es ihren Teamkollegen gleich und kämpften hart um die Positionen. Kurz vor Rennende gab es dann jedoch einen Schaden im Bereich der Radaufhängung vorne links am BMW von Sylvestersson, sodass der Finne sein Fahrzeug am Streckenrand abstellen musste. Berndt überquerte die Ziellinie zunächst auf Rang zwei, wurde nachträglich aber mit einer Zeitstrafe von 15 Sekunden belegt und somit auf Rang sechs gewertet. Profiteur der Situation war Philip Wiskirchen, der von Hahne den ME Motorsport-BMW übernommen hatte und Rang zwei einnehmen konnte. Luis Moser/Luca Link rückten auf Platz drei vor.

Dahinter erzielten Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4 mit Rang vier nicht nur ihr bestes Saisonergebnis, sondern konnten sich für Bertilsson auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Fünfte wurden Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Platz sieben sicherten sich Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 vor Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche). Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) belegten Rang neun. Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, Mercedes-AMG) komplettierten beim Heimspiel von Prosport Racing die Top Zehn. Den Sieg in der PRO-AM-Wertung holten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM

„Es sah sicherlich leichter aus, als es tatsächlich war. Ich musste in der ersten Rennhälfte schon ordentlich Gas geben, damit die Lücke zur Konkurrenz zumindest gleich blieb. Somit hieß es von Runde eins bis zum Fahrerwechsel volle Attacke.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM

„Auch in meinem Stint war es das Ziel, die Lücke größer zu machen. Zum Ende hin wurde es nochmals spannend, doch wir haben das Rennen nachhause gebracht. Wir sind super happy mit dem Sieg und hoffen für morgen direkt nochmals auf das Gleiche. So kann es weitergehen.“

Linus Hahne – Platz zwei für ME Motorsport

„Ich bin richtig happy. Natürlich war das Podium am Ende etwas glücklich für uns, aber so ist es manchmal. Wir nehmen das Ergebnis gerne mit. Ich denke, wir haben es auch verdient, da wir die ganze Saison schon hart gearbeitet hatten. Jetzt wurden wir belohnt.“

Philip Wiskirchen – Platz zwei für ME Motorsport

„Ich freue mich sehr über das Resultat, dass aber auch etwas überraschend kam. Ich musste in meinem Stint viel auf die Reifen achten. Morgen wollen wir direkt das nächste Podium klarstellen.“


ADAC GT4 Germany: Nürburgring: Zweimal Pole-Position für Aston Martin

Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok sichern sich im Aston Martin Vantage AMR GT4 jeweils den ersten Startplatz für die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Markenvielfalt in beiden Qualifikationen.

Zweimal Pole für Springob / Gogollok im Aston Martin #4
Foto: Jens Hawrda

Großer Jubel im Lager von Aston Martin nach den Qualifikationen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Denn beide Male konnte der Vantage AMR GT4 von COSY Racing by ESM die Bestzeit aufstellen. Jan Philipp Springob (25/Olpe) lag in Q1 mit 1:31,781 Minuten an der Spitze. Teamkollege Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) war in Q2 mit 1:32,014 Minuten nicht zu schlagen.

„Das ist eine sehr gute Ausgangslage für die Rennen heute und morgen. Mit den beiden Pole-Positions sind wird natürlich super zufrieden. Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet und auch wir beiden Piloten haben versucht, jede Hundertstelsekunde aus den Aston Martin herauszuquetschen“, strahlte Gogollok beim Aussteigen aus dem Fahrzeug.

„Besser können wir nicht in die Rennen starten. Ich freue mich riesig über das Ergebnis - zumal es auch mein Heimrennen ist“, fügt Springob an. „In der Qualifikation sind wir schon die ganze Saison über stark. Ich hoffe, dass wir die Leistung auch im Rennen zeigen können. Ich denke, die hohen Temperaturen werden uns hier helfen, denn da funktioniert unser Auto recht gut. Ziel für die Rennen ist der Doppelsieg.“

Hinter dem britischen Fahrzeug ging es in beiden Qualifikationen richtig eng zu. Mit einem Rückstand von 0,157 Sekunden sicherte sich Lachlan Robinson (22/AUS, AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4 Startplatz zwei für das Samstagsrennen. Sein Partner Denny Berndt (21/Berlin) fährt am Sonntag ebenfalls aus der ersten Reihe los. Er hatte in Q2 einen Rückstand von 0,059 Sekunden.

Bunt wird es auch auf den weiteren Plätzen. In der Qualifikation für das Samstagsrennen erreichte Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4 mit 0,170 Sekunden Rückstand den dritten Platz. Vierter wurde Tabellenführer Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4. 

Für das Sonntagsrennen konnte sich Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4 mit 0,067 Sekunden Rückstand auf Platz drei qualifizieren. Die Top Vier rundete Lokalmatador Hendrik Still (39/Kempenich, AVIA W&S Motorsport) im Porsche ab.

Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring wird um 15:10 Uhr gestartet und live auf adac.de/motorsport, ServusTV On, Joyn, sport1.de und youtube.com/adacmotorsports übertragen. Das Sonntagsrennen gibt es (Sendebeginn 15:00 Uhr) zusätzlich auch auf SPORT1 im Free-TV zu sehen.

Quelle: adac-motorsport.de


Freitag, 14. August 2026

ADAC GT4 Germany: BMW an der Spitze im zweiten Training am Nürburgring

Philip Wiskirchen konnte im M4 GT4 von ME Motorsport
Foto: Jens Hawrda

Philip Wiskirchen konnte im M4 GT4 von ME Motorsport die Tagesbestzeit bei der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring aufstellen. Auch Porsche im zweiten freien Training schnell unterwegs.

Der erste Trainingstag der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring ist beendet und sah eine starke Leistung von BMW. Drei M4 GT4 beendeten das zweite freie Training auf den ersten drei Plätzen. Mit einer Zeit von 1:33,740 Minuten konnte Philip Wiskirchen (22/Euskirchen), der zusammen mit Linus Hahne (22/Oelde, beide ME Motorsport) antritt, die Bestzeit aufstellen.

„Es ist sicherlich ein gutes Zeichen im Hinblick auf die Qualifikation, wenn man im freien Training vorne liegt. Denn somit weiß man, dass das Set-up des Autos einigermaßen passt. Ich denke, wir sind ganz gut aufgestellt“, meinte Wiskirchen. „Ich bin immer sehr gerne am Nürburgring, der sogar meine Lieblingsstrecke darstellt. Am Wochenende möchten wir gerne zweimal auf das Podium fahren.“

Mit einem Rückstand von 0,157 Sekunden ging Platz zwei der Session an die ME Motorsport-Teamkollegen Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln). Dritte wurden die aktuellen Tabellenführer Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport). Alle drei BMW lagen somit auch in der Freitag-Tageswertung an der Spitze, da sie die Zeit von 1:33,956 Minuten übertrumpften, die Ginetta-Pilot Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing) im ersten freien Training am Vormittag aufstelle.

Vierte im zweiten freien Training wurden mit 1:34,122 Minuten die tabellenzweiten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Deren Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) komplettierten die Top Fünf. Am Samstag geht es mit der Action in der ADAC GT4 Germany spannend weiter. Ab 09:00 Uhr starten die beiden Qualifikationen.

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Ginetta mit erster Bestzeit auf dem Nürburgring

Erik Bertilsson, Ginetta #97
Foto: Jens Hawrda

Der schnelle Schwede Erik Bertilsson markierte im ersten freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring die Führung. Bereits am Freitag erster Schlagabtausch der Tabellenspitze.

Die zweite Saisonhälfte 2026 der ADAC GT4 Germany hat offiziell begonnen. Beim vierten von sechs Rennwochenenden auf dem Nürburgring fand am Freitagmorgen bereits das erste freie Training statt – und da war Ginetta am schnellsten. Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing), der sich die G56 GT4 mit Alexzander Kristiansson (26/SWE) teilt, umrundete den 3,629 Kilometer langen Kurs in exakt 1:33,956 Minuten. Damit ist der Schwede perfekt ins Wochenende gestartet. Bertilsson gibt zudem sein Debüt auf dem legendären Kurs in der Eifel.

„Ich bin mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden. Ich denke, wir haben eine gute Abstimmung gefunden und sollten auch in der Qualifikation und im Rennen stark aufgestellt sein. Wir hatten uns in den ersten Rennen dieses Jahres noch etwas schwer getan, somit sollten wir keine zu hohen Erwartungen haben. Doch ein Resultat in den Top Fünf ist das Ziel“, so Bertilsson. „Grundsätzlich passt unsere Ginetta gut zum Layout des Nürburgrings. Wir sind optimistisch.“

Mit einem Rückstand von 0,381 Sekunden ging Platz zwei der Session an Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport). Es ist das bislang beste Ergebnis des Porsche 718 Cayman GT4-Duos in der ADAC GT4 Germany. Dritte wurden die aktuellen Tabellenführer Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 0,440 Sekunden zurücklagen.

Die Tabellenzweiten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) belegten in einem weiteren Porsche mit 0,618 Sekunden Rückstand die vierte Position. Das versprich Hochspannung für den weiteren Verlauf des Rennwochenendes. Die Top Fünf komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW. Am Freitag folgt ab 13:55 Uhr noch das zweite freie Training der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. 

Quelle: adac-motorsport.de

Dienstag, 11. August 2026

ADAC GT4 Germany startet auf dem Nürburgring in die heiße Saisonphase

  • Fahrzeuge von fünf Marken in den Top Sechs der Gesamtwertung
  • Lokalmatador Jan Philipp Springob will nächsten Laufsieg
  • SPORT1 bringt Sonntagsrennen ins Free-TV

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende (14. bis 16. August) geht die ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Gefahren wird auf der bei den Piloten stets beliebten flüssigen Sprintstrecke mit Kurzanbindung. Bei noch drei ausstehenden Events werden in der Eifel erste Weichen in Richtung Titelentscheidung gestellt. Für den Nürburgring ergibt sich zudem eine ganz spezielle Konstellation, denn Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Marken liegen aussichtsreich in der Gesamtwertung. All das verspricht Hochspannung pur. Wie üblich startet die Serie im Rahmenprogramm der DTM, was volle Zuschauerränge garantiert. Tickets für den Nürburgring gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. SPORT1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV und das Samstagsrennen ab 15:05 Uhr im Livestream auf SPORT1.de. Auch ServusTV On zeigt die Rennen im Stream. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:00 Uhr live übertragen.

Als Tabellenführer reisen Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) in die Eifel. Die BMW M4 GT4-Piloten haben 101 Punkte gesammelt. Doch ihr Vorsprung ist klein. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) liegen im Porsche 718 Cayman GT4 lediglich einen Zähler zurück. Zehn Punkte Rückstand auf die Spitze haben Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM), die im Aston Martin Vantage AMR GT4 zuletzt in Oschersleben ihren zweiten Saisonsieg feiern konnten. „Der Nürburgring ist mein Heimspiel und somit immer etwas ganz Besonderes. Ich erwarte am Wochenende über einhundert Gäste. Somit möchte ich natürlich gute Ergebnisse liefern“, blickt Springob voraus. „Das große Ziel in diesem Jahr ist der Titel, insofern möchten wir in beiden Rennen um die Siege kämpfen. Das Layout des Nürburgrings sollte unserem Aston Martin entgegenkommen. Im Idealfall holen wir am Nürburgring und danach am Sachsenring so viele Punkte, dass wir mit einem Vorsprung zum Finale nach Hockenheim fahren.“

Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen befinden sich Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 17 Punkte Rückstand aufweisen. „Ich freue mich sehr auf den Nürburgring, der neben Hockenheim meine Heimstrecke ist. Dort war ich schon als Kind regelmäßig, um meinen Vater anzufeuern. Letztes Jahr hatte ich schließlich die Ehre, selbst auf dem Nürburgring Rennen fahren zu dürfen. Insbesondere die AMG-Arena und die Schikane auf der Gegengeraden mag ich“, erklärt Schreyer. „Nach einem schwierigen Wochenende in Oschersleben wollen wir nun wieder um die Siege mitfahren. Wir sind guter Dinge, das erreichen zu können.“

Einen weiteren Zähler zurück liegen Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Die beiden Youngster konnten im Toyota GR Supra GT4 das Sonntagsrennen in Oschersleben für sich entscheiden und treten somit hochmotiviert in der Eifel an. Für den Toyota stellt der Nürburgring zudem die Heimstrecke dar. Das Fahrzeug wurde in der europäischen Zentrale von Toyota Racing in Köln-Marsdorf entwickelt. Auf dem Nürburgring feierte das Modell im Jahre 2022 seinen Debütsieg in der ADAC GT4 Germany.

Nur wenige Kilometer entfernt vom Nürburgring hat Prosport Racing seinen Teamsitz. Der Rennstall aus Wiesemscheid setzt in der ADAC GT4 Germany einen Mercedes-AMG GT4 ein, der von Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim) pilotiert wird. Das Duo ist auf Tabellenrang sechs ebenfalls noch vielversprechend im Titelrennen platziert. Mit BMW, Porsche, Aston Martin, Toyota und Mercedes-AMG befinden sich somit Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Herstellern in den Top Sechs der Gesamtwertung. Somit können sich die Zuschauer auf ein buntes und abwechslungsreiches Rennwochenende einstellen. Zudem setzt Razoon - more than Racing noch ein drittes Fahrzeug ein. Dabei handelt es sich um einen Porsche, der von Rückkehrer Damon Surzyshyn (49/CAN) und Jack James (20/GBR) pilotiert wird. Den Platz von James an der Seite von Hamish Forrest (17/GBR) übernimmt Neueinsteiger Gregor Schneider (48/GER).


Dienstag, 28. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Fahrerlager-Radar aus Oschersleben

Die ADAC GT4 Germany absolvierte in Oschersleben das dritte von sechs Rennwochenenden der Saison 2026. Das sind einige spannende Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.

Boxengasse ADAC GT4 Germany
Foto: Jens Hawrda

Siegerehrung mit Fans: Die ADAC GT4 Germany trat wie üblich im Rahmenprogramm der DTM an – und das machte das Event zu einem echten Zuschauermagnet. Über das Rennwochenende strömten 55.100 Besucher zur Rennstrecke in der Magdeburger Börde. Sie erlebten ein neues Highlight: Die Siegerehrung wurde direkt neben dem Dekra Fan Tower ausgerichtet – und somit inmitten der Fans.

Prominenter Gast: Am Samstag kam der ehemalige Fußball-Profi Torsten Frings nach Oschersleben, um sich die DTM und die ADAC GT4 Germany einmal genauer anzuschauen. „Er war mit seinen Söhnen bereits öfters bei uns auf der Kartbahn und so hat sich der Kontakt weiterentwickelt. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden“, enthüllt Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, ME Motorsport) den Grund für den prominenten Besuch. „Am Nürburgring wollen sie nochmals vorbeikommen.“

Erstmals Podium: Michael Maniszewski (56/Bienenbüttel) gab sein Debüt in der ADAC GT4 Germany und pilotierte einen BMW M4 GT4 von Razoon - more than Racing. Mit Erfolg: Am Samstag gewann er zusammen mit Daniel Drexel (25/AUT) die PRO-AM-Wertung und auch am Sonntag stand das Duo auf dem Podest. „Es war einfach nur ein super Wochenende, das richtig viel Spaß gemacht hat. Ich habe viel gelernt. Tatsächlich stand ich zum ersten Mal überhaupt in meiner Karriere auf dem Podium. Das war phantastisch“, strahlte Maniszewski. „Es ist nicht ausgeschlossen, dieses Jahr einen weiteren Gaststart zu absolvieren.“

Sieg nach vier Jahren: Das Sonntagsrennen gewannen Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Es war der zweite Erfolg der japanischen Marke in der ADAC GT4 Germany, nachdem zuvor das Samstagsrennen 2022 auf dem Nürburgring gewonnen wurde. Spannende Parallele: Auch damals gab es zunächst die Pole-Position und im Rennen einen souveränen Start/Zielsieg für die Supra.

Bus-Tour: In Oschersleben fand auch wieder die DTM Track Safari statt, in der Fans in Reisebussen während einer Session um die Strecke chauffiert werden. Als Reiseleiter dienten die ADAC GT4 Germany-Piloten Maximilian Schreyer (17/Marburg, AVIA W&S Motorsport) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM). „Es war ein schönes Erlebnis gemeinsam mit den GT3-Autos auf der Strecke gewesen zu sein“, meinte Gogollok. „Ob Rennfahrer oder Fan – ich kann jedem nur empfehlen, daran einmal teilzunehmen. Denn die DTM-Jungs lassen es richtig fliegen.“

Schnelle Rookies: In der Rookie-Wertung präsentieren sich Piloten, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren und unter 25 Jahre alt sind. Am Samstag siegte Marius Schmid (18/Tengen, BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 und am Sonntag Lukas Stiefelhagen (19/NED, ME Motorsport) im BMW – beide waren bereits beim Saisonauftakt und auf dem Norisring erfolgreich. „Die Rookie-Wertung ist perfekt, da man sich mit Fahrern vergleichen kann, die ähnliche Erfahrung haben. Das klare Saisonziel ist der Rookie-Titel“, erklärt Schmid.

Lieblingsstrecke: Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) hat bislang alle Rennen der ADAC GT4 Germany absolviert. Von Zandvoort bis zum Red Bull Ring – der Italiener kennt alle Rennstrecken und hat einen klaren Favoriten: „Natürlich Oschersleben! Das Layout ist spannend und passt sehr gut zum BMW. Außerdem habe ich hier meistens Glück und sportlich gut abgeschnitten“, so Piana, der bereits sechs Siege in der Magdeburger Börde einfahren konnte. Auch diesmal stand Piana in beiden Rennen auf dem Podium.

Quelle: adac-motorsport.de


Sonntag, 26. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Nach vier Jahren erster Toyota-Sieg in ADAC GT4 Germany

Lucas Cartelle/Hudson Schwartz gewinnen für den japanischen Hersteller. BMW-Duo Piana/Sylvestersson nach Platz zwei neuer Tabellenführer. Ausgeglichenes Feld: Mit Aston Martin dritte Marke auf dem Podium.

Lucas Cartelle/Hudson Schwartz, Toyota GR Supra GT4
Foto: Jens Hawrda

Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) gewinnen im Toyota GR Supra GT4 das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Es ist der zweite Triumph des japanischen Herstellers in der ADAC Rennserie - nachdem zuletzt 2022 auf dem Nürburgring ein Toyota ganz oben im Klassement stand. Die jungen Cartelle/Schwartz siegen erstmals überhaupt auf der ADAC Bühne. In einem spannenden Rennen geht Platz zwei an Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die im BMW M4 GT4 somit die Tabellenführung übernehmen konnten. Das Podium komplettieren mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage GT4 die Laufsieger des Samstagsrennens.

Cartelle konnte am Sonntagmorgen bereits die Pole-Position erzielen und sich somit in die beste Ausgangslage für das Rennen bringen. Der junge Belgier gewann direkt den Start und setzte sich an der Spitze des Feldes mit kontinuierlichen schnellen Rundenzeiten etwas ab. Lediglich Sylvestersson im BMW konnten ihm einigermaßen folgen. Zu Rennmitte wurden die Abstände durch eine Safety-Car-Phase aber egalisiert, was auch für zusätzliche Spannung im Hinblick auf die zweite Rennhälfte sorgte, als mit Hudson Schwartz und Gabriele Piana die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen.

Ein perfekt getimter Boxenstopp von COSY Racing by ESM brachte zudem Springob bis auf die dritte Position vor, nachdem dieser den Aston Martin von Partner Gogollok übernommen hatte. Die zweite Rennhälfte sah ein taktisch geprägtes Rennen, in dem es auf den ersten drei Plätzen keine Änderungen mehr gab. Mit dem Toyota-Triumph gewann 2026 bereits die vierte unterschiedliche Marken im sechsten Saisonlauf der ADAC GT4 Germany. Cartelle/Schwartz konnten sich zudem auch über den Tageserfolg in der Junior-Wertung freuen.

Knapp vorbei am Podium fuhren Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW auf Platz vier. Die größte Aufholjagd des Rennens boten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing), die im Mercedes-AMG GT4 vom Ende des Feldes bis auf die fünfte Position nach vorne stürmten und damit die Zuschauer an der Strecke begeisterten. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) konnten im besten Porsche 718 Cayman GT4 Platz sechs erzielen, was sie als Zweitplatzierte der Tabelle zum nächsten Rennwochenende auf dem Nürburgring reisen lässt. Siebte wurden Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Für Stiefelhagen bedeutete dies auch den Triumph in der Rookie-Wertung. Die BMW-Markenkollegen Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport) wurden Achte. Mit Platz neun gewannen Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche auch die PRO-AM-Wertung. Die Top Zehn komplettierten deren Teamkollegen Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg). 

Stimmen nah dem Rennen

Lucas Cartelle – Sieger für CRT

„Unser erster Triumph in der ADAC GT4 Germany ist unglaublich schön, insbesondere da wir uns gestern im Rennen noch etwas schwer taten. Doch schon die Pole-Position am Morgen hat gezeigt, dass heute unser Tag werden könnte. Ich bin sehr stolz auf Hudson und das Team. Alle haben grandios gearbeitet.“

Hudson Schwartz – Sieger für CRT

„Auch ich freue mich riesig über den ersten Sieg in dieser so starken Rennserie. Morgen geht es direkt zurück in die USA, sodass ich dort gemeinsam mit meiner Familie etwas feiern werde. Das Team und Toyota haben und ein mega Auto hingestellt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Natürlich ist es klasse, dass wir die Tabellenführung zurückerobern konnten. Noch viel besser wäre es jedoch, wenn wir nach dem letzten Rennen der Saison ganz oben im Klassement stehen. Wir konnten uns im Vergleich zum Vortrag etwas steigern, doch der Toyota war heute einfach nicht zu schlagen. Am Nürburgring wollen wir dann die nächsten Laufsiege erzielen.“

Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Insgesamt können wir mit dem Wochenende sehr zufrieden sein. Die Tabellenführung zurückzuholen, ist ein schönes Ergebnis. Das Rennen heute war allerdings alles andere als einfach. Das Team hat aber einen sehr guten Job gemacht und wir haben das Maximum herausgeholt. Jetzt richten wir den Blick bereits auf den Nürburgring. Dort wollen wir an die Leistung anknüpfen und möglichst wieder ein ähnlich starkes Ergebnis einfahren.“

Jan Philipp Springob – Platz drei für COSY Racing by ESM

„Es war definitiv ein gutes Wochenende für uns. Ich glaube, heute haben wir noch einmal alles herausgeholt, was möglich war. Fairerweise muss man aber sagen, dass wir einfach etwas zu langsam für die ganz vorderen Plätze waren. Die 15 Kilogramm Erfolgsballast waren sicherlich nicht hilfreich. Trotzdem haben wir die maximal möglichen Punkte mitgenommen und alles erreicht, was drin war. Jetzt wollen wir das am Nürburgring genauso wiederholen.“

Philipp Gogollok – Platz drei für COSY Racing by ESM

„Ich bin sehr happy mit dem ganzen Team. Jan Philipp hat am Ende einen super Job gemacht und das Auto sicher nach Hause gebracht. So kann es weitergehen. Wir haben nur zehn Punkte Rückstand in der Meisterschaft - somit ist noch alles offen und wir geben weiter Gas. Heute war es zwar nicht ganz so spannend wie gestern. Wir hatten etwas mehr Luft nach hinten, deshalb war es ein wenig entspannter bis ins Ziel. Der BMW und der Toyota waren zum Ende hin mit unserem Gewichtsnachteil und ihren Voraussetzungen einfach etwas schneller als wir. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Das kann so weitergehen.“

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Erste Pole-Position für Lucas Cartelle im Toyota

Erstmals seit 2022 beginnt ein Toyota GR Supra GT4 ein Rennen der ADAC GT4 Germany vom ersten Startplatz aus. Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei weitere Marken auf den ersten fünf Positionen.

Lucas Cartelle, Toyota GR Supra GT4
Foto: Jens Hawrda

Starke Leistung von Lucas Cartelle (18/BEL) in der Qualifikation für das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Mit einer Zeit von 1:29,767 Minuten sicherte sich der Youngster im Toyota GR Supra GT4 die Pole-Position. „Es fühlt sich natürlich klasse an, das Rennen vom ersten Startplatz aus beginnen zu können. Das ist auf jeden Fall eine super Ausgangslage. Es gilt, die Konzentration hoch zu halten und den Fokus nicht zu verlieren“, so Cartelle, der zusammen mit Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) antritt. „Gestern hatten wir uns im Verlauf des Rennens etwas schwer getan. Wir haben am Abend und heute Morgen aber viel am Auto gearbeitet. Ich denke, uns ist ein Schritt gelungen. Wir freuen uns schon sehr auf das Rennen und hoffen, um das Podium kämpfen zu können.“

Für Cartelle ist es die erste Pole-Position in der ADAC GT4 Germany und für Toyota die zweite, nach dem Samstagsrennen 2022 auf dem Nürburgring. Mit einem Rückstand von 0,644 Sekunden ging Startplatz zwei in Oschersleben an Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport). Sylvestersson saß während der Qualifikation im BMW M4 GT4 und schaffte eine persönliche Bestzeit von 1:30,411 Minuten. Die dritte Position erzielten mit Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) die Sieger des Samstagsrennen. Im Aston Martin Vantage AMR GT4 lagen sie 0,689 Sekunden zurück.

Vierte wurden Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport), denen in einem weiteren BMW 0,860 Sekunden auf die Spitze fehlten. Die Top Fünf komplettierten Hendrik Still (38/Kempenich) und Tim Horrell (35/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im bestplatzierten Porsche 718 Cayman GT4. 

Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany wird um 15:10 Uhr gestartet.

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 25. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: Aston Martin feiert Start-Ziel-Sieg in Oschersleben

  • Zweiter Laufsieg 2026 für Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok
  • Bestes Saisonergebnis für Mercedes-AMG durch Platz zwei für Fellner-Feldegg/Böckmann
  • Piana/Sylvestersson komplettieren im BMW das Podium

Springob/Gogollok hohlen sich ihren zweiten Laufsieg 2026
Foto: Jens Hawrda

Volle Zuschauerränge, packende Zweikampf-Action und Dramatik bis zur allerletzten Kurve. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben bot nicht nur Unterhaltung der Extraklasse, sondern sah auch Fahrzeuge von drei verschiedenen Herstellern auf dem Podest. Es triumphierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM). Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo konnte somit den zweiten Saisonsieg 2026 für sich verbuchen. Platz zwei ging knapp geschlagen an Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die sich im BMW M4 GT4 somit auf Platz zwei in der Tabelle verbesserten.

Springob startete das Rennen bereits von der Pole-Position aus und war auch der Pilot der ersten Rennhälfte. Bis zum obligatorischen Boxenstopp konnte er einen Vorsprung von rund dreieinhalb Sekunden auf den Rest des Feldes herausfahren. Dahinter ging es jedoch heftig zur Sache. Youngster Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4 sowie die beiden Routiniers Böckmann und Piana kämpften sehenswert um die beste Verfolger-Position. Zu Rennhalbzeit wurden dann unterschiedliche Strategien angewandt. Schwartz und Piana kamen gleich zu Beginn des Boxenstopp-Fensters zum Wechsel auf Lucas Cartelle (18/BEL) bzw. Benjamin Sylvestersson herein, während Böckmann erst ganz zum Ende auf Teamkollege Fellner-Feldegg übergab.

Dieser Coup zahlte sich für Prosport Racing aus. Fellner-Feldegg konnte die zweite Position übernehmen und so Druck auf den führenden Philipp Gogollok aufbauen, der für Springob in den Aston Martin gestiegen war. Beide rückten im weiteren Rennverlauf immer dichter zusammen und begeisterten in einem fulminanten Duell die zahlreichen Fans an der Strecke. Letztendlich blieb die Reihung aber bestehen und Gogollok überquerte mit einem Vorsprung von knappen 0,358 Sekunden als Erster die Ziellinie. Er siegte damit zusätzlich auch in der Junior-Wertung.

Auch um den letzten Platz auf dem Podium entbrannte zu Rennende ein toller Zweikampf zwischen BMW-Pilot Sylvestersson und Cartelle im Toyota, den der M4 GT4-Pilot für sich entschied. Fünfte wurden im Mercedes-AMG Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) beim Heimspiel von BWT Mücke Motorsport. Schmied gewann damit auch die Rookie-Wertung. Rang sechs sicherten sich Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW) vor Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 somit die Tabellenspitze verteidigen konnten.

Auf Platz acht fuhren Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, alle BMW). Die Top Zehn komplettierten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Der Triumph in der PRO-AM-Wertung ging an Daniel Drexel (25/AUT) und Michael Maniszewski (56/Bienenbüttel, beide Razoon - more than Racing) im BMW.

Stimmen nach dem Rennen

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM

„Ich freue mich riesig über unseren zweiten Saisonsieg. Doch am Ende mussten wir schon ein wenig zittern. Natürlich hatte ich Vertrauen in Philipp. Es wäre aber schon deutlich entspannter gewesen, wenn wir fünf Sekunden Vorsprung gehabt hätten. Unser Auto geht hier ganz offensichtlich sehr gut. Wobei ich glaube, dass es schwieriger geworden wäre, wenn der Toyota die Anderen nicht ein bisschen aufgehalten hätte. Schauen wir mal, wie es morgen läuft.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM

„Vor allem die zweite Hälfte meines Stints war sehr anstrengend. Ich musste mich unfassbar strecken, um die Position zu halten. Aber wenn so etwas funktioniert, dann funktioniert es eben – und deshalb bin ich super happy, dass wir hier mit einem Rennsieg nach Hause fahren. Das gesamte Team hat das ganze Wochenende einen super Job gemacht. Hoffentlich können wir morgen genau daran anknüpfen.“

Roman Fellner-Feldegg – Platz zwei für Prosport Racing

„Ich habe eigentlich kein einziges Mal in den Rückspiegel geschaut, sondern immer nur nach vorne. Der Aston Martin war von Anfang an sehr schnell - und unser Auto am Ende des Rennens wirklich stark. Ich habe wirklich alles versucht; er hat jedoch einen Top-Job gemacht. Morgen greifen wir wieder an. Ich denke, dass wir die Pace halten können. Es ist schon beeindruckend, was uns das Team für ein Auto hingestellt hat.“

Marek Böckmann – Platz zwei für Prosport Racing

„Es war von Anfang an der Plan, erst recht spät zu stoppen. Denn wir wussten, dass wir schneller unterwegs sein würden als der Toyota, der uns in der ersten Rennhälfte ein wenig aufgehalten hatte. Als ich nach dessen Stopp freie Bahn hatte, konnte ich vier Runden richtig Vollgas geben und so kamen wir letztendlich vorbei. Roman hat dann eine grandiose Pace an den Tag gelegt und einen mega Stint absolviert. Es ist unser erstes Podium mit Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany, was etwas ganz Besonderes für das Team darstellt.“

Gabriele Piana – Platz drei für FK Performance Motorsport

„Wir wussten, dass wir über die Distanz stark sein könnten. Doch in Oschersleben ist es seit jeher schwer, zu überholen. In meinem Stint habe ich das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die Reifen für Benjamin so gut wie möglich zu schonen. Er hat dann eine klasse Leistung geliefert und super Überholmanöver gezeigt. Ich freue mich über den dritten Platz, doch alle im Team hätten dieses Mal noch mehr verdient.“

Benjamin Sylvestersson – Platz drei für FK Performance Motorsport

„Insgesamt war es ein gutes Rennen. Ich war schnell und das Auto hat sehr gut funktioniert. In den letzten drei Runden habe ich wirklich alles gegeben und mein Bestes versucht. Das Auto war heute sehr stark, sodass ich ein gutes Tempo fahren konnte. Natürlich gibt es immer noch einige Dinge, die wir verbessern können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und wir konnten das Potenzial des Autos gut nutzen.“


ADAC GT4 Germany: Pole-Position für Aston Martin in Oschersleben

Jan Philipp Springob von COSY Racing by ESM sicherte sich die Bestzeit in der Qualifikation für das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Vier unterschiedliche Marken in den Top Fünf.

Jan Philipp Springob Aston Martin Vantage AMR GT4 #4
Foto: Jens Hawrda

Jan Philipp Springob (25/Olpe) war in der Qualifikation für das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in Oschersleben nicht zu schlagen. Im Aston Martin Vantage AMR GT4 von COSY Racing by ESM umrundete er die 3,667 Kilometer lange Strecke in 1:29,493 Minuten. Es ist Springobs vierte Pole-Position in der Sportwagen-Serie des ADAC und seine erste in Oschersleben.

„Nach dem Ergebnis der freien Trainings vom Vortrag hätten wir tatsächlich nicht mit der Pole-Position gerechnet. Aber unser Auto scheint, auf eine Runde sehr gut zu funktionieren“, so Springob, der sich den Aston Martin mit Philipp Gogollok (20/Bad Homburg) teilt. „Nun sind wir gespannt auf das Rennen. Doch von vorne loszufahren, ist auf jeden Fall kein Nachteil. Unser Ziel ist ganz klar der Sieg!“ Bereits beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring konnten Springob/Gogollok einen Laufsieg für sich verbuchen.

Mit lediglich 0,130 Sekunden Rückstand ging Platz zwei an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT), die 2026 ihr Debüt-Jahr in der ADAC GT4 Germany absolvieren. Es ist das beste Qualifikationsergebnis eines Toyota GR Supra GT4 in der Motorsport Arena Oschersleben. Dritte wurden Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR), denen im Mercedes-AMG GT4 von BWT Mücke Motorsport 0,165 Sekunden auf Springob fehlten. Somit konnten Fahrzeuge von drei verschiedenen Herstellern die ersten drei Positionen der Qualifikation einnehmen. 

In einem weiteren Mercedes-AMG belegten Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) mit einem Rückstand von 0,434 die vierte Position. Die Top Fünf komplettierten Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4.

Die aktuellen Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) erreichten im Porsche 718 Cayman GT4 die achte Position. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in Oschersleben wird um 15:10 Uhr gestartet.


Freitag, 24. Juli 2026

ADAC GT4 Germany: BMW-Pilot Piana erzielt Tagesbestzeit am Freitag

Gabriele Piana war im zweiten freien Training der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben nicht zu schlagen. Hinter seinem BMW lagen zwei Mercedes-AMG und ein Toyota.

Gabriele Piana BMW M4 GT4 #51
Foto: Jens Hawrda

Beim dritten Rennwochenende 2026 der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben ist der erste Trainingstag beendet - und das Feld präsentierte sich eng beisammen. Im zweiten freien Training ging die Bestzeit mit 1:30,873 Minuten an Gabriele Piana (39/ITA), der sich einen BMW M4 GT4 mit Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) teilt. Für Piana ist Oschersleben ein erfolgreiches Pflaster. Auf der 3,667 Kilometer langen Strecke in der Magdeburger Börde konnte er bereits sechs Laufsiege in der ADAC GT4 Germany feiern.

„Das Auto und auch die Strecke haben sich heute ganz gut angefühlt. Grundsätzlich gefällt mir Oschersleben; ich bin hier sehr gerne unterwegs – und das nicht nur, weil ich hier schon einige Rennen gewinnen konnte“, erklärt Piana. „Auch an diesem Rennwochenende würden wir gerne ganz oben auf dem Podium stehen. Mal sehen, ob uns das gelingt, denn erst im Verlauf des Rennwochenendes werden wir beurteilen können, wie stark die Konkurrenz wirklich ist.“

Piana stellte mit seiner Runde zudem auch die Tagesbestzeit der ADAC GT4 Germany in Oschersleben auf. Mit einem Rückstand von 0,080 Sekunden ging Platz zwei an Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) im Mercedes-AMG GT4. Das ist gleichzeitig auch das bislang beste Saisonresultat des Duos von BWT Mücke Motorsport. 

Dritte wurden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing), denen in einem weiteren Mercedes-AMG 0,160 auf die Spitze fehlten. Direkt dahinter folgten mit einem Rückstand von 0,317 Sekunden Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Die beiden Youngster geben 2026 ihr Debüt in der ADAC GT4 Germany und konnten im Laufe der Saison bereits mehrmals mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen.

Die Top Fünf komplettierten Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport) im BMW. Am Samstag geht es mit der Action in der ADAC GT4 Germany spannend weiter. Ab 09:15 Uhr startet die erste Qualifikation.

Quelle: adac-motorsport.de