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Freitag, 30. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Lukas Stiefelhagen – Der Rookie-Champion im Portrait

Der Pilot von ME Motorsport gab 2026 sein Debüt in der ADAC GT4 Germany und erzielte vier Klassensiege in der Rookie-Wertung. Mit dem Motorsport begann er im Alter von 13 Jahren.


Der Niederländer Lukas Stiefelhagen krönte sich in der Saison 2026 zum Rookie-Champion der ADAC GT4 Germany - der Wertung für junge Rennfahrer ab Geburtsjahr 2001, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren. Der 19-jährige Pilot eines BMW M4 GT4 von ME Motorsport konnte insgesamt vier Klassensiege einfahren und hatte final 16 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. „Vor der Saison haben wir uns nicht nur das Ziel gesetzt, die Serie kennenzulernen, sondern auch Rookie-Champion zu werden. Das ist erfreulicherweise gelungen und somit bin ich überglücklich“, erklärt Stiefelhagen, der sich den BMW mit Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln) teilte. „Die ADAC GT4 Germany ist auf einem extrem hohen Niveau und auch die Rookie-Wertung war richtig umkämpft. Folglich mussten wir hart um den Erfolg fighten. Auch deswegen bedeutet mir der Titel sehr viel.“

Die Saison 2026 begann für Stiefelhagen nach Maß. Beim Auftakt auf dem Red Bull Ring konnte er im Samstagsrennen gleich den Klassensieg einfahren. „Zudem kamen wir direkt auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Wenn man in eine neue Saison geht, weiß man im Vorfeld nie, wo man steht. Aber gleich soweit vorne dabei zu sein, war für alle eine kleine Überraschung“, blickt er zurück auf das Rennwochenende in Österreich. Weitere Klassensiege gab es jeweils in Rennen zwei auf dem Norisring, in Oschersleben und Hockenheim. Dazu kamen fünf weitere Top-Drei-Ergebnisse in der Rookie-Wertung.

Mit Stolz schaut Stiefelhagen noch immer auf seine beiden ganz persönlichen Saisonhighlights zurück – die Qualifikation auf dem Sachsenring und das zweite Rennen in Hockenheim. „Der Sachsenring ist sehr fordernd für die Reifen, folglich muss man es in der Quali genau auf den Punkt bringen. Wir kamen auf Platz zwei, was sowohl für mich als auch für das Team die bislang beste Platzierung war“, erläutert Stiefelhagen. „In Hockenheim lag ich lange auf der dritten Position und hatte über weite Teile des Rennens mit Gabriele Piana einen der besten GT4-Piloten der Welt im Rückspiegel. Der Zweikampf machte richtig Spaß und ich konnte vor großer Kulissen aufzeigen, was ich drauf habe.“

Stiefelhagen begann im Alter von 13 Jahren im Leihkart und konnte später auch niederländischer Kart-Champion werden. 2023 wechselte er ins Rennauto und saß im Citroen C1. 2024 und 2025 betritt Stiefelhagen den NXT Gen Cup und lernte so die DTM-Plattform kennen. Mit Erfolg: 2025 wurde er mit vielen gebrochenen Rekorden Champion. Seit 2026 ist er im GT4-Sport unterwegs.

Im Sommer begann Lukas Stiefelhagen in Utrecht ein Studium im Bereich Nachhaltigkeit. Außerdem arbeitet er als Fahrer-Coach im Motorsport. Auch in seiner Freizeit dreht sich vieles um Sport, beispielsweise im Fitness-Studio ober beim Joggen. Ganz wichtig ist dem 19-Jährigen der Kontakt zu seinem Freundeskreis. „Tatsächlich ist es aber auch schwierig, mit meinen Kumpels einen Termin für gemeinsame Treffen zu finden, da ich ja so oft an der Rennstrecke bin. Aber manchmal kommen sie einfach mit“, lacht er. Eine weitere Leidenschaft ist das Klavierspielen, zu dem er über seinen Musik begeisterten Bruder gekommen ist. „Er hat zuhause sogar ein kleines Studio – und somit begann ich mit 15 Jahren auch mit dem Musizieren.“

In der Winterpause geht der Blick bei Lukas Stiefelhagen auch schon auf die Saison 2027: „Mein Plan ist es, im nächsten Jahr wieder in der ADAC GT4 Germany anzutreten. Denn ich mag nicht nur die Serie, sondern auch die involvierten Teams und Fahrer. Mein Ziel sind dann so viele Podiumsplätze wie möglich. Vom Fahrertitel möchte ich nicht sprechen, um nicht zu viel Druck aufzubauen - aber natürlich würde ich mich freuen, wenn ich Champion in der Gesamtwertung werden könnte.“

Quelle: adac-motorsport.de


Donnerstag, 29. Oktober 2026

„Road to DTM“: Fünf Sieger auf dem Weg nach oben

  • Zulauf gewinnt Nachwuchswertung als erster Fahrer zum zweiten Mal
  • Berndt und Robinson erhalten Förderung für Aufstieg ins ADAC GT Masters
  • Kart-Meister Kamenik kann 2027 den Schritt in den Automobilsport machen

Die „Road to DTM“-Sieger 2026 Michael Schrey, Finn Zulauf, Denny Berndt und Lachlan Robinson (v.l.)
Foto: ADAC-Motorsport

Vier Serien, fünf Sieger und ein gemeinsamer Weg: 2026 gewannen Finn Zulauf, Denny Berndt, Lachlan Robinson, Michael Schrey und Jakub Kamenik die „Road to DTM“. Vom Kartsport über den BMW M2 Cup und die ADAC GT4 Germany bis in das ADAC GT Masters werden Fahrer auf ihrem Weg in Richtung DTM unterstützt. Besonders erfolgreich verlief die Saison für Finn Zulauf. Der 22-Jährige gewann nach seinem Erfolg in der ADAC GT4 Germany nun auch die „Road to DTM“-Wertung im ADAC GT Masters und sicherte sich damit ein Förderpaket für einen möglichen Start in der DTM 2027.

Zulauf gelingt historischer Doppelerfolg

Der Hesse Zulauf (Königstein im Taunus) schrieb beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring Geschichte. Gemeinsam mit Felix Hirsiger gewann der Lamborghini-Pilot vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport den Titel im ADAC GT Masters und setzte sich zudem in der „Road to DTM“-Wertung durch. Bereits 2024 hatte Zulauf als Champion der ADAC GT4 Germany die Nachwuchsförderung gewonnen und stieg in der Folge in das ADAC GT Masters auf. Damit ist er der erste Fahrer, der auf zwei verschiedenen Stufen der „Road to DTM“ erfolgreich war. „Es ist eine sehr coole Story, dass ich nach dem Erfolg in der ADAC GT4 Germany nun auch das ADAC GT Masters gewonnen habe und damit der erste Fahrer bin, der die ‚Road to DTM‘ in beiden Meisterschaften für sich entschieden hat“, erklärt Zulauf. „Ich bin dem ADAC sehr dankbar, dass ich diese Erfolgsleiter immer weiter hochklettern durfte.“

Mit dem Sieg in der Nachwuchswertung erhält Zulauf ein Förderpaket für die DTM-Saison 2027. Dass der Sprung vom ADAC GT Masters in die DTM gelingen kann, bewies in diesem Jahr bereits Finn Wiebelhaus (Obertshausen). Der Champion und „Road to DTM“-Sieger des Vorjahres stieg zur Saison 2026 mit HRT Ford Racing in die DTM auf und beeindruckte auf Anhieb mit starken Leistungen im Ford Mustang GT3.

Berndt und Robinson blicken in Richtung GT3

Auch die neuen Champions der ADAC GT4 Germany entschieden die „Road to DTM“ für sich. Berndt (Berlin) und Robinson (AUS/beide AVIA W&S Motorsport) holten im Porsche 718 Cayman GT4 nicht nur gemeinsam den Fahrer- und Junior-Titel, sondern erhalten durch das Nachwuchsförderprogramm auch Unterstützung für einen möglichen Aufstieg in das ADAC GT Masters. „Das Programm Road to DTM ist interessant für mich – genauso wie der GT3-Sport. Es wäre eine Ehre, im ADAC GT Masters antreten zu dürfen“, sagt Robinson mit Blick auf die kommende Saison. Teamkollege Berndt ergänzt: „Die Unterstützung seitens des ADAC über das Programm Road to DTM finde ich super und hilfreich. Als junger Fahrer geht der Blick immer nach oben.“ Ob das Duo 2027 gemeinsam den Schritt in den GT3-Sport macht oder seinen Titel in der ADAC GT4 Germany verteidigt, ist noch offen.

Schrey gewinnt im BMW M2 Cup

Im Jahr 2026 erstmals vom ADAC ausgerichteten BMW M2 Cup setzte sich Schrey (Wallenhorst) durch. Der Routinier von Hofor Racing by Bonk Motorsport gewann den Markenpokal in seinem BMW M2 Racing und damit auch die „Road to DTM“. Schrey brachte bereits vor seinem Start im BMW M2 Cup umfangreiche Erfahrung mit und wurde 2021 Champion der ADAC GT4 Germany.

Kamenik auf dem Sprung in den Automobilsport

Den Einstieg in die „Road to DTM“ bildet die Deutsche Kart-Meisterschaft, wo das Nachwuchsprogramm in der OK-N-Kategorie verankert ist. Dort sicherte sich Kamenik den Titel und gewann damit zugleich die „Road to DTM“-Trophy. Der Tscheche erhält für die Saison 2027 die Startgebühr für eine Teilnahme im BMW M2 Cup oder in der ADAC GT4 Germany und damit die Chance, direkt vom Kart- in den Automobilsport zu wechseln. „Ich mich freue mich riesig auf das, was vor mir liegt. Mit der ‚Road to DTM‘ eröffnet sich für mich die Chance, den nächsten Schritt zu machen und mich im GT4- oder M2-Cup zu beweisen. Darauf bin ich sehr gespannt“, sagt Kamenik.

Für die Saison 2027 wird die „Road to DTM“ noch gezielter auf den direkten Aufstieg in die jeweils nächste Motorsport-Liga ausgerichtet. Dafür werden die Förderpakete auf allen Stufen neu strukturiert. Insgesamt stehen im kommenden Jahr 1,5 Millionen Euro in Geld- und Sachpreisen zur Verfügung. Davon profitieren erstmals die Gewinner der „Road to DTM“ in der Saison 2027.


Donnerstag, 15. Oktober 2026

„Road to DTM“: 1,5 Millionen Euro Preisgeldtopf für Nachwuchstalente

  • Förderung wird noch gezielter auf den nächsten Karriereschritt ausgerichtet
  • Sieger im ADAC GT Masters erhält Förderpaket in Höhe von 620.000 Euro
  • Klarer Karriereweg von der Deutschen Kart-Meisterschaft bis in die DTM

­Die ADAC GT4 Germany wird mit einer eigenen „Road to DTM“-Wertung
neu in das Programm eingebunden
Foto: ADAC-Motorsport

Vom Kart bis in die DTM: Die DTM stellt die Nachwuchsförderung im Rahmen der „Road to DTM“ für die Saison 2027 noch zielgerichteter auf. Im dritten Jahr des Programms werden junge Talente mit einem Fördertopf von insgesamt 1,5 Millionen Euro in Geld- und Sachpreisen auf ihrem Karriereweg unterstützt. Im Mittelpunkt steht dabei der direkte Aufstieg in die jeweils höhere Motorsport-Liga. Dafür werden die Förderpakete auf allen Stufen noch stärker auf den nächsten Karriereschritt ausgerichtet. Die „Road to DTM“ führt von der Deutschen Kart-Meisterschaft über den BMW M2 Cup und die ADAC GT4 Germany in das ADAC GT Masters und schließlich bis in die DTM.

„Wir schärfen bei der ‚Road to DTM‘ ab dem kommenden Jahr ganz klar den Weg aus den Nachwuchsklassen bis in den professionellen Spitzensport in der DTM“, betont ADAC Motorsportchef Thomas Voss. „Entscheidend ist für uns, dass Talente nach einem Erfolg auch die Unterstützung erhalten, um den nächsten Schritt tatsächlich gehen zu können. Daher haben wir bestehende Preisgeldtöpfe und Prämien umverteilt und richten die Förderung 2027 noch gezielter auf den direkten Aufstieg aus den jeweiligen Serien aus. Finn Wiebelhaus ist ein starkes Beispiel dafür, wie dieser Weg funktionieren kann. Er hat es über den Nachwuchssport und das ADAC GT Masters bis in die DTM geschafft. Solche Karrieren wollen wir mit der ‚Road to DTM‘ künftig noch stärker ermöglichen.“

620.000 Euro für den Sprung in die DTM

Im ADAC GT Masters wächst der gesamte Preisgeldtopf auf eine Summe von 775.000 Euro. Der Sieger der „Road to DTM“ im ADAC GT Masters erhält ab dem kommenden Jahr ein Förderpaket im Wert von 620.000 Euro. Dieses enthält die Nenngebühren für eine DTM-Saison, ein Paket mit Pirelli-Reifen für die gesamte Saison sowie einen Geldpreis.

Gezielte Förderung auch in der ADAC GT4 Germany und im BMW M2 Cup

Die ADAC GT4 Germany wird mit einer eigenen „Road to DTM“-Wertung analog zum ADAC GT Masters tiefgreifend neu in das Programm eingebunden. In die neue Wertung fließen nicht nur Erfolge im Rennen, sondern auch die Leistungen im Qualifying und ein Faktor für sportliche Fairness ein. Der Preisgeldtopf steigt auf rund 330.000 Euro in Geld- und Sachpreisen. Der Gewinner der neu geschaffenen „Road to DTM“-Wertung erhält davon ein Förderpaket im Wert von 235.000 Euro für den Aufstieg in das ADAC GT Masters.

Im BMW M2 Cup wächst das Gesamtförderpaket auf 305.000 Euro. Auf den Gewinner der „Road to DTM“-Wertung wartet dort eine Förderung in Höhe von 170.000 Euro. Damit soll der Aufstieg in die ADAC GT4 Germany in der folgenden Saison ermöglicht werden.

Den Einstieg in die „Road to DTM“ bildet die Deutsche Kart-Meisterschaft. Das Nachwuchsförderprogramm ist dort in der OK-N-Kategorie verankert. Der Gewinner der „Road to DTM“ erhält eine Unterstützung von 78.000 Euro für eine komplette Saison im BMW M2 Cup oder in der ADAC GT4 Germany und damit die Chance auf den direkten Wechsel vom Kart- in den Automobilsport.


Dienstag, 13. Oktober 2026

Denny Berndt und Lachlan Robinson: Die neuen Champions der ADAC GT4 Germany im Portrait

  • Porsche-Duo holt den Titel im letzten Saisonrennen auf dem Hockenheimring
  • Berndt/Robinson gewannen drei Saisonrennen
  • Für beide ist es der erste Titel auf der ADAC Motorsport-Plattform

Champions der ADAC GT4 Germany 2026: Denny Berndt (li.) und Lachlan Robinson
Foto: ADAC-Motorsport

Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS) haben es geschafft. Mit einem zweiten Platz im letzten Saisonrennen auf dem Hockenheimring krönten sich die Porsche 718 Cayman GT4-Piloten zum Champion 2026. Zum zweiten Mal nach 2024 sitzen die Titelträger der ADAC GT4 Germany in einem Porsche des schwäbischen Rennstalls AVIA W&S Motorsport. „Gratulation an Denny und Lachlan. Sie waren die gesamte Saison über richtig stark unterwegs und haben stets kühlen Kopf bewiesen“, lobt Teamchef Daniel Schellhaas seine Erfolgspiloten. „Sie passen wirklich gut zusammen, da sie beide extrem ruhige Typen sind, die immer überlegt agieren. Es ist sehr angenehm, mit ihnen zu arbeiten. Ich hoffe, dass sie heute einmal so richtig ihre Emotionen herauslassen.“

Die Saison 2026 entwickelte sich zu einem spannenden Dreikampf zwischen Fahrer-Duos von drei unterschiedlichen Marken – und Berndt/Robinson waren von Anfang mit dabei. Beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring konnten direkt zwei Podiumsplatzierungen eingefahren werden. Den ersten Laufsieg gab es im Samstagsrennen auf dem Norisring. Platz zwei in Sonntagsrennen rundete das Rennwochenende in Nürnberg erfolgreich ab. „Mein persönliches Highlight der Saison war die Pole-Position auf dem Norisring, da ich diese überhaupt nicht erwartet hatte“, blickt Robinson zurück. Nicht nach Plan lief es hingegen in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Rennwochenende in der Magdeburger Börde war das einzige, an dem die neuen Champions nicht auf dem Podium standen. „Doch selbst das war kein wirklicher Tiefpunkt. Denn auch in Oschersleben hatten wir im Cockpit alles gegeben – und vor allem Spaß auf und abseits der Strecke“, fügt Berndt an. Der nächste Laufsieg folgte im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. Mit einem Podium auf dem Sachsenring untermauerten Berndt/Robinson ihre Titelambitionen. Somit reisten sie als Tabellenführer zum Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Mit einem achten Platz, einem weiteren Sieg und einem zweiten Rang im badischen Motodrom krönten sie sich letztendlich zum Champion. „Einer der Hauptfaktoren für den Titel war sicherlich unsere Konstanz. Vielleicht außer Oschersleben konnten wir an jedem Rennwochenende mit um die Siege kämpfen. Das war der Schlüssel“, analysiert Robinson.

Lachlan Robinson wurde in Großbritannien geboren. Beide Elternteile stammen jedoch aus Australien. Als er sechs Monate alt war, zog die Familie nach Dubai, wo sie noch immer wohnt. Robinson kam durch seinen Vater zum Motorsport, da dieser seit jeher ein großer Rennsport-Fan ist. Bei der Geburtstagsfeier seines Bruders ging es auf eine Kartbahn – und so saß Robinson erstmals am Steuer. 2014 bestritt er in Dubai sein erstes Rennen. Bis 2023 blieb er dem Kartsport treu. Im selben Jahr erfolgte der Wechsel in den GT4-Sport mit einem Gaststart in der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring. Seitdem gibt er in der Serie Vollgas und konnte sich von Jahr zu Jahr steigern. „Lachlan ist ein richtig schneller Pilot und wir kommen auch privat super zurecht“, beschreibt Berndt seinen Teamkollegen. Dadurch, dass Robinson in Dubai wohnt, ist Freizeitsport im Freien kaum möglich. „Dafür ist es viel zu heiß“, erklärt er. „Somit sitze ich eher im Simulator. Das genieße ich sehr. Außerdem coache ich in Dubai auch einige Kartpiloten.“

Der Berliner Berndt saß mit vier Jahren zum ersten Mal im Kart und absolvierte später viele Rennen. Nach Gaststarts 2022 im BMW 318ti Cup bestritt er 2023 seine erste volle Auto-Saison im BMW M2 Cup. Seit 2024 ist er in der ADAC GT4 Germany unterwegs. „Denny ist ein echter Ruhepol, nie gestresst und strahlt extreme Kontrolle aus. Das hilft uns am Rennwochenende wirklich sehr, da wir fokussiert arbeiten können“, blickt Robinson auf seinen Teamkollegen. Berndt hat im Januar 2026 seine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker abgeschlossen und arbeitet im Betrieb seines Vaters in einer typenoffenen Werkstatt. „In Berlin ist es nicht so heiß wie in Dubai – somit mache ich seine Trainingseinheiten einfach mit“, lacht Berndt. „Ich gehe ins Fitnessstudio, fahre Rad und gehe regelmäßig joggen.“

Wie es in der Saison 2026 mit den beiden Champions weitergeht, ist noch nicht final fixiert. „Das Programm Road to DTM ist interessant für mich – genauso wie der GT3-Sport. Es wäre eine Ehre, im ADAC GT Masters antreten zu dürfen. Wir müssen jedoch abwarten, wie sich alles über den Winter entwickelt. Aber es wäre auch genial, die Möglichkeit zu haben, den Titel in der ADAC GT4 Germany verteidigen zu können“, schaut Robinson auf 2027. Ähnlich sieht es Berndt: „Die Unterstützung seitens des ADAC über das Programm Road to DTM finde ich super und hilfreich. Als junger Fahrer geht der Blick immer nach oben. Es wäre sicherlich wertvoll, den Titel zu verteidigen. Aber wir schauen natürlich auch in Richtung GT3 und ADAC GT Masters.“


Sonntag, 11. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Denny Berndt und Lachlan Robinson sind die Champions 2026 der ADAC GT4 Germany

  • Porsche-Duo fängt Piana/Sylvestersson noch von der Tabellenspitze ab
  • Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok mit Laufsieg in Hockenheim
  • Titel in Team-Wertung an AVIA W&S Motorsport

Champions der ADAC GT4 Germany: Lachlan Robinson (li.) und Denny Berndt
Foto: ADAC-Motorsport

Motorsport der Extraklasse und Spannung bis zur letzten Runde. Die Titelentscheidung der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring hätte sich Hollywood nicht besser ausdenken können. Immer wieder wechselte bei regnerischen Bedingungen im letzten Saisonrennen die Tabellenspitze. Letztendlich triumphierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4, die damit ihre Kontrahenten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) noch von der Tabellenspitze verdrängen konnten. Den Laufsieg sicherten sich Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4.

Zunächst deutete vieles auf eine Titelentscheidung zugunsten von Piana/Sylvestersson hin, die das Rennen auch von der Pole-Position aus starteten. Durch einen Crash in der Qualifikation musste der Porsche von Berndt/Robinson von der 15. Position aus losfahren. Piana behauptete zunächst die Spitze, doch Robinson hatte sich im Porsche in der ersten Rennhälfte bereits bis in die Top Sechs vorgearbeitet. Über allem schwebte das Thema Regen. Während der Aston Martin von Springob/ Gogollok als einziges Fahrzeug mit profilierten Reifen losfuhr, setzte das gesamte restliche Feld auf Slicks – und als sich der Niederschlag zu Rennmitte intensivierte, war klar, dass das COSY Racing by ESM-Duo richtig entschieden hatte. So konnten Springob/Gogollok einen ungefährdeten Laufsieg einfahren, der für Gogollok auch den Tages-Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.

Nach dem Wechsel auf Regenreifen im restlichen Feld ging es im Titelkampf noch mehr zur Sache. Rund 25 Minuten vor Rennende setzte Berndt, der von Robinson übernommen hatte, das entscheidende Überholmanöver gegenüber Pianas Partner Sylvestersson. Bis zum Fallen der Zielflagge konnte Berndt noch bis auf die zweite Position nach vorne fahren und so den Titel für sich und Robinson klarstellen. Beide wurden zusätzlich auch Junior-Champion. Sylvestersson, der ebenfalls Vollgas gab, beendete das Rennen auf Platz vier – damit verpassten der Finne und Piana die Meisterehren denkbar knapp. Platz drei in der Tageswertung ging an Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.

Mit dem Plätzen fünf und sechs für Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN) sowie Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA) zeigte AVIA W&S Motorsport eine geschlossene Mannschaftsleistung. Zebis erkämpfte somit auch den Tagessieg in der Rookie-Wertung und Still/ Horrell in der PRO-AM-Wertung. Der Rennstall von Daniel Schellhaas konnte sich zudem über den Titel in der Team-Wertung freuen.

Platz sieben ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Gianni van de Craats (21/NED) und Luis Beilicke (22/Graben-Neudorf, beide FK Performance Motorsport, BMW) und Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport, Porsche). Die Top Zehn komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

Stimmen zum Rennen

Jan Philipp Springob – Laufsieger für COSY Racing by ESM

„Es war das verrückteste Rennen, das ich jemals gefahren bin. Wir haben in der Startaufstellung gesehen, dass alle auf Slicks gingen. Somit wollten wir genau das Gegenteil machen. In den ersten Minuten sahen wir aus, wie die größten Verlierer. Doch dann schlug das Pendel zu unseren Gunsten aus. Der Laufsieg ist ein versöhnliches Saisonende.“

Philipp Gogollok – Laufsieger für COSY Racing by ESM

„Ein lachendes und ein weinendes Auge. Denn unser Ziel war die Meisterschaft. Das funktionierte leider nicht, da wir gestern unfassbar viel Pech hatten. Heute pokerten wir in Bezug auf die Reifenwahl. Das hat sich ausgezahlt. Wir freuen uns über die Laufsieg und Platz drei in der Gesamtwertung ist auch nicht schlecht.“

Lachlan Robinson – Champion 2026 mit AVIA W&S Motorsport

„Ich kann es noch gar nicht fassen. Als ich am Freitag ins Bett ging, dachte ich alles wäre verloren. Doch dann entwickelte sich alles in unsere Richtung und wir haben es umgesetzt. Wir sind natürlich überglücklich.“

Denny Berndt – Champion 2026 mit AVIA W&S Motorsport

„Es war ein turbulentes Wochenende – und aktuell habe ich noch nicht wirklich realisiert, was wir erreicht haben. Das ist aber wohl normal in so einer Situation. Der Titel war absolutes Teamwork. Wir werden heute alle zusammen ordentlich feiern. Es ist der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere.“


ADAC GT4 Germany: Nach Sieg von BMW und Porsche: Titelentscheidung vertagt

Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson gewinnen Lauf eins in Hockenheim. Titel-Kontrahenten Denny Berndt/Lachlan Robinson im zweiten Rennen erfolgreich. Hendrik Still/Tim Horrell vorzeitig PRO-AM-Champion.

Sieg in Lauf zwei für den Porsche von Berndt/Robinson
Foto: ADAC-Motorsport

Hochspannung pur im Titelkampf der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring. Im badischen Motodrom absolvierte die Sportwagen-Serie des ADAC am Samstag zwei Wertungsläufe - und jeweils setzen sich Titelaspiranten durch. Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) gewannen im BMW M4 GT4 souverän Lauf eins. Im zweiten Rennen siegten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. Piana/Sylvestersson erkämpften sich somit die Tabellenspitze. Doch Berndt/Robinson liegen lediglich drei Punkte zurück. Die Ausgangslage für das letzte Rennen am Sonntag ist nun klar: Das Duo, das sich den Laufsieg holt, wird auch Champion. 

Im ersten Rennen starteten Piana/Sylvestersson von der dritten Position und fuhren auch lange Zeit auf dem Bronze-Platz. Eine Kollision der beiden Spitzenreiter rund zehn Minuten vor Rennende brachte dem BMW-Duo aber den Laufsieg. Die Kontrahenten Berndt/Robinson erlebten diverse Rückschläge und beendeten das Rennen auf der achten Position. Das Podium komplettierten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche und Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

In Lauf zwei startete Schreyer von der Pole-Position. Er behielt die Spitze auch lange Zeit inne. Pilot der ersten Rennhälfte war aber zweifelsohne Denny Berndt. Von Position zehn aus losgefahren, konnte sich der Berliner nicht nur bis in die Führungsposition nach vorne kämpfen, sondern auch einen Vorsprung von rund vier Sekunden herausarbeiten. Somit konnte Teamkollege Robinson nach dem Fahrerwechsel das Rennen locker zu Ende fahren und einen souveränen Sieg erzielen, der auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Die Teamkollegen Schreyer/Gabbay feierten erneut Platz zwei.

Um die dritte Position gab es einen sehenswerten Zweikampf zwischen den beiden BMW von Piana/Sylvestersson sowie von Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport), den die Erstgenannten für sich entschieden. Stiefelhagen konnte sich mit dem Ergebnis aber über den Titel in der Rookie-Wertung freuen. Fünfte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM). Die Aston Martin Vantage AMR GT4-Piloten haben somit keine Chance mehr auf den Titel in der Fahrer-Wertung.

Rang sechs ging an Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW) vor Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche). Die Top Acht komplettierten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport). Das Porsche-Duo gewann in beiden Rennen die PRO-AM-Wertung und sicherte sich vorzeitig auch den PRO-AM-Titel.

Stimmen zu den bisherigen Rennen

Gabriele Piana – Sieger Lauf 1 für FK Performance Motorsport: „Ich bin überglücklich. Denn das Ergebnis bedeutet gleichzeitig auch den einhundertsten Sieg in meiner bisherigen Motorsport-Karriere. Sicherlich hatten wir heute ein wenig Glück, aber wir haben auch gut abgeliefert. Mein Plan war, zunächst Ruhe zu bewahren und Benjamin ein gutes Auto zu übergeben. Das ist gelungen. Am Sonntag ist der Titel das Ziel.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger Lauf 1 für FK Performance Motorsport: „Der Sieg ist klasse und ein großer Schritt in Richtung Titel. Aber am Sonntag gibt es noch ein Rennen, in dem alles passieren kann. Somit gilt es, die Konzentration aufrecht zu halten. Wir starten am Sonntag von der Pole-Position und setzen alles daran, die Spitze nicht mehr abzugeben.“

Denny Berndt – Sieger Lauf 2 für AVIA W&S Motorsport: „Mein Stint war offensichtlich ganz gut. Schon am Start hatte ich eine gute Position. Als ich in Führung lag, wollte ich für Lachlan noch ein wenig die Reifen schonen. Das hat geklappt. Nachdem der Freitag und auch Rennen eins schwierig waren, freuen wir uns nun über das Resultat. Mal schauen, ob es morgen zum Titel reicht.“

Lachlan Robinson – Sieger Lauf 2 für AVIA W&S Motorsport: „Danke an das Team. Alle haben am Wochenende eine unfassbare Arbeit geleistet. Das gilt auch für Denny im Cockpit. Mein Stint im zweiten Rennen war recht einfach. Ich musste eigentlich nur das Auto nachhause fahren. Morgen wird es sicherlich hart, aber wir haben heute schon gezeigt, was wir können. Das wollen wir morgen wiederholen.“

Quelle: adac-motorsport.de


Samstag, 10. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson mit Sieg im ersten Rennen

Mit ihrem dritten Saisonsieg übernehmen Gabriele Piana und Benjamin Sylvestersson die Tabellenführung der ADAC GT4 Germany. Leichte Rückschläge hingegen für die anderen Titelaspiranten.

#51 Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson / BMW M4 GT4 Evo / FK Performance Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) sind die großen Triumphatoren im ersten Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring. Nachdem das BMW M4 GT4-Duo von der dritten Position aus losfuhr, konnte ein am Ende überlegener Laufsieg gefeiert werden. Die direkten Konkurrenten im Titelkampf mussten hingegen Federn lassen. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) kamen auf Platz acht ins Ziel. Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) mussten das Rennen mit einem technischen Defekt vorzeitig beenden. Piana/Sylvestersson konnten somit die Tabellenspitze übernehmen.

Zunächst machte jedoch Pole-Setter Lucas Cartelle (18/BEL, CRT) die Pace an der Spitze des Feldes. Ihm folgten Alex Connor (22/GBR, BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 und Piana im BMW. Das Trio konnte sich in der ersten Rennhälfte souverän vom Rest des Feldes absetzen. Connor versuchte auch immer wieder, den führenden Toyota zu überholen, fand aber keinen Weg vorbei.

Auch in der zweiten Rennhälfte blieben die ersten drei Positionen zunächst gleich, als mit Hudson Schwartz (17/USA, Toyota), Marius Schmid (18/Tengen, Mercedes-AMG und Benjamin Sylvestersson die jeweiligen Teamkollegen ins Auto stiegen. Gut zehn Minuten vor Rennende kam es ausgangs des Motodroms dann aber zur Kollision zwischen Schwartz und Schmid, die für beide das Aus bedeutete. Somit war der Weg frei für den dritten Saisonsieg von Piana/Sylvestersson. Der Finne siegte auch in der Junior-Wertung.

Mit einem Rückstand von gut acht Sekunden ging Platz zwei an den Porsche von Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport). Das Podium komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.

Vierte wurden Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide AVIA W&S Motorsport), was für Zebis den Rookie-Sieg bedeutete. Die Top Fünf komplettierten Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW. Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) fuhren im Porsche zum Laufsieg in der PRO-AM-Wertung und konnten somit auch vorzeitig den Titel klarstellen.

Lauf zwei der ADAC GT4 Germany wird am Samstag um 17:20 Uhr gestartet.

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Hockenheim: Porsche und BMW mit Quali-Bestzeit

Maximilian Schreyer und Gabriele Piana sichern sich die Pole-Position für die Läufe zwei und drei der ADAC GT4 Germany beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Abtrocknende Strecke sorgt für viele Verschiebungen in den beiden Qualifikationen.

#51 Gabriele Piana / Benjamin Sylvestersson / BMW M4 GT4 Evo / FK Performance Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Die beiden Qualifikationen für Lauf zwei und drei der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring gingen mit jeweils einer Pole-Position für Porsche und BMW zu Ende. In der Qualifikation für das Rennen am Samstagnachmittag war Maximilian Schreyer (17/Marburg) im 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport mit einer Zeit von 1:49,714 Minuten nicht zu schlagen. 

Kurz vor der Qualifikation zog zunächst ein Regenschauer über die 4,574 Kilometer lange Strecke. Doch während der Session trocknete es immer weiter ab, sodass letztendlich auch Slick-Reifen möglich waren. Somit galt es, das richtige Timing zu finden - was Schreyer am besten gelang. „Die Pole-Position ist natürlich mega. Das Team hat mir ein super Auto hingestellt – und unsere Reifenentscheidung war letztendlich richtig“, erklärte der Youngster, der im Rennen zusammen mit Alon Gabbay (22/ISR) startet.

Mit einem Rückstand von 0,537 Sekunden ging Platz zwei der Session an die in der Tabelle zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Dritte der Session wurden die auch in der Tabelle auf Rang drei liegenden Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport). Ihnen fehlte im BMW M4 GT4 1,339 auf die Spitze. Die Top Vier komplettierten Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport) in einem weiteren BMW.

Noch besser lief es für Piana/Sylvestersson in der Qualifikation für das Sonntagsrennen. Mit 1:46,647 Minuten fuhr Piana zur Pole-Position. „Damit habe ich gerechnet“, meinte der Italiener. „Insbesondere bei gemischten Bedingungen ist es immer schwierig. Meine Runde war aber grundsätzlich gut, auch wenn die Reifen nicht mehr im Peak waren. Mal sehen, was das Ergebnis für das Titelrennen bedeutet.“

Zweite der Session wurde mit einem Rückstand von 0,209 Sekunden die Ginetta G56 GT4 von Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing). Dahinter folgten Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT), die im Toyota GR Supra GT4 0,319 Sekunden zurücklagen. Die Titelaspiranten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok belegten die siebte Position.

Quelle: adac-motorsport.de


Freitag, 9. Oktober 2026

ADAC GT4 Germany: Toyota mit Pole-Position für Lauf eins in Hockenheim

Lucas Cartelle erzielte die Bestzeit in der Qualifikation für das erste Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring. Alle Titelfavoriten kamen in einer spannenden Session unter die Top Neun.

#87 Lucas Cartelle / Hudson Schwartz / Toyota GR Supra GT4 Evo2 / CRT
Foto: ADAC-Motorsport

Mächtig Action in der Qualifikation für Lauf eins der ADAC GT4 Germany beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring. In einer packenden Session setzte sich am Ende Lucas Cartelle (18/BEL) im Toyota GR Supra GT4 mit einer Zeit von 1:45,993 Minuten durch. Es ist die zweiten Pole-Position des CRT-Piloten, nachdem er bereits das Sonntagsrennen in Oschersleben von der ersten Startposition aus begann.

„Wir waren zuvor noch nie in Hockenheim gewesen, insofern haben wir nicht wirklich mit diesem Ergebnis gerechnet. Aber mir ist die fast perfekte Runde gelungen“, jubelte Cartelle, der sich das Cockpit mit Hudson Schwartz (17/USA) teilt. „Das Auto fühlt sich hier richtig gut an. Wir schauen am Rennwochenende zunächst einmal auf Rennsiege, denn der Abstand zu den Top Drei in der Tabelle ist recht groß. Aber mal sehen, wie sich alles entwickelt. Wir geben nicht auf.“

Mit 0,254 Sekunden Rückstand ging Platz zwei der Qualifikation an den Mercedes-AMG GT4 von Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR). Es ist das beste Saisonergebnis 2026 des BWT Mücke Motorsport-Duos. Dritte wurden Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), denen im BMW M4 GT4 0,419 Sekunden auf die Spitze fehlten.

Rang vier in der Qualifikation ging mit 0,530 Sekunden Rückstand an Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4. Die Top Fünf komplettierten Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.

Piana/Sylvestersson liegen aktuell auf Platz drei der Tabelle und haben somit beste Aussichten ihren Punkterückstand in der Gesamtwertung zu verkleinern. Die Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) belegten die achte Position. Die in der Tabelle zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) wurden im Aston Martin Vantage AMR GT4 in der ersten Qualifikation Neunte.

Quelle: adac-motorsport.de

ADAC GT4 Germany: Titelaspiranten Berndt/Robinson starten mit Bestzeit

Lachlan Robinson war im freien Training der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring im Porsche 718 Cayman GT4 nicht zu schlagen. Mit Toyota, Ginetta und Mercedes-AMG unter den Top Fünf präsentiert sich das Feld bunt.

Der Showdown beim Saisonfinale der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring hat begonnen. Im freien Training am Freitagmorgen gab es den ersten Schlagabtausch der Titelaspiranten – mit dem besten Ausgang für die Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). „Es ist natürlich super, direkt so ins Wochenende zu starten“, freute sich Robinson über seine Zeit von 1:47,094 Minuten. „Aber wirklich zählen wird es in den Rennen am Samstag und Sonntag. Grundsätzlich hatte die Strecke am Freitagmorgen noch nicht sonderlich viel Grip, da es in den letzten Tagen wohl viel geregnet hat. Aber das wird sich im Laufe des Tages sicherlich noch ändern.“

Ebenfalls stark unterwegs waren die beiden Hauptkonkurrenten im Titelkampf. Die in der Tabelle drittplatzierten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) belegten im BMW M4 GT4 den achten Platz im freien Training. Einen Rang dahinter positionierten sich Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM), die im Aston Martin Vantage AMR GT4, auf Tabellenrang zwei liegen.

Mit einem Rückstand von 0,079 Sekunden ging Platz zwei des freien Trainings an den Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Dritte wurden Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 0,293 Sekunden zurücklagen. Rang vier sicherten sich Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing). In der Ginetta G56 GT4 fehlten den beiden Schweden 0,324 auf Robinson. Die Top Fünf komplettierten Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4.

Quelle: adac-motorsport.de


Mittwoch, 7. Oktober 2026

Titel-Showdown in Hockenheim: Wer wird Champion der ADAC GT4 Germany?

  • Drei Fahrer-Duos von drei Marken mit besten Titelchancen
  • Auch in Junior-, Rookie-, Team- und PRO-AM-Wertung steht die Entscheidung noch aus
  • Zweites Samstagsrennen live bei SPORT1 im Free-TV

Sechs Piloten reisen mit besten Titelchancen nach Hockenheim
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany steht vor einer aufregenden Titelentscheidung beim Saisonfinale vom 9. bis 11. Oktober 2026 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Die besten Chancen haben drei Fahrer-Duos mit Rennwagen von drei unterschiedlichen Herstellern. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) führen die Tabelle im Porsche 718 Cayman GT4 an. Dahinter liegen Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 sowie Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4. Alle Drei sind lediglich fünf Punkte voneinander entfernt. Auf dem Hockenheimring werden drei Rennen absolviert. Somit können insgesamt noch 75 Zähler eingefahren werden. Das verspricht Hochspannung pur. Wie üblich startet die ADAC GT4 Germany im Rahmenprogramm der DTM. Tickets für den Hockenheimring gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. SPORT1 überträgt das zweite Samstagsrennen von 17:00 bis 19:00 Uhr live im Free-TV. Das erste Samstagsrennen gibt es ab 11:35 Uhr und das Sonntagsrennen ab 10:50 Uhr im Livestream auf SPORT1.de. Auch ServusTV On, Joyn und youtube.com/adacmotorsports zeigen die Rennen im Stream. Auf Joyn und youtube.com/adacmotorsports werden am Freitag ab 13:10 Uhr und ab 17:30 Uhr zusätzlich die Qualifyings live übertragen.

Berndt/Robinson reisen als Tabellenführer mit der besten Ausgangslage ins badische Motodrom. „Wir haben die gesamte Saison auf den Titel hingearbeitet und nun steht die Entscheidung an. Somit freue ich mich riesig auf Hockenheim. Denny und ich werden unser Bestes geben, um Champion zu werden“, erklärt Robinson. „Sicherlich spielte es eine Rolle, dass wir drei anstatt zwei Rennen fahren werden. Folglich kann viel passieren. Ich habe mich mit dem Team sehr gut vorbereitet. Dem Porsche sollte die Strecke ganz gut liegen. Wir sind zuversichtlich.“

Die größten Herausforderer sind die aktuell zweitplatzierten Springob/Gogollok, die einen Rückstand von zwei Punkten aufweisen. „Selbstverständlich fahren mit dem Ziel nach Hockenheim, die Meisterschaft zu gewinnen. Doch es wird schwer, da unserem Aston Martin der erste und zweite Sektor nicht sonderlich gut liegt. Erfahrungsgemäß ist der Porsche dort richtig stark“, meint Springob. „Doch drei Läufe bedeuten drei Chancen - und wir wissen alle, wie verrückt Rennen sind, wenn es um den Titel geht. Von daher wird es eine ganz enge Nummer. Unsere Kontrahenten haben sicherlich den Vorteil, dass ihre Teams aus vier bzw. drei Autos bestehen. Wir sind hingegen ein Ein-Wagen-Team. Aber wir geben alles.“

Lediglich fünf Punkte hinter der Spitze liegen Piana/Sylvestersson. „Der Hockenheimring ist eine Porsche-Strecke, somit sehe ich unsere Chancen eher gering“, stapelt Piana tief. „Ich fahre aber sicherlich nicht nach Hockenheim, um zu verlieren. Wir wollen den Titel holen. Vor allem im dritten Sektor sollte unser BMW stark sein – genauso wie der Aston Martin. Der Titel wäre für mich und Benjamin ein grandioser Erfolg.“

Durch die drei anstehenden Rennen und die möglichen 75 Punkte haben noch vier weitere Fahrer-Duos Außenseiter-Chancen, den Titel zu holen. Die besten Aussichten dafür besitzen Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 sowie Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Sie haben aber bereits einen Rückstand von 37 bzw. 42 Zähler und müssen auf Patzer der Spitze hoffen. Auch in allen anderen Wertungen ist die Titelvergabe noch offen. In der Junior-Wertung führen Berndt/Robinson ebenfalls vor Gogollok und Sylvestersson. Als Leader in der Rookie-Wertung reist Mercedes-AMG GT4-Pilot Marius Schmid (18/Tengen, BWT Mücke Motorsport) nach Hockenheim. In der Team-Wertung wird es einen Zweikampf zwischen AVIA W&S Motorsport und FK Performance Motorsport geben. Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) können bereits am Samstag vorzeitig den PRO-AM-Titel klarstellen.

Montag, 5. Oktober 2026

Von Spielberg bis Hockenheim: ADAC GT4 Germany präsentiert Kalender 2027 und stärkt „Road to DTM“

  • Preisgeldtopf in Geld- und Sachpreisen im Wert von 330.000 Euro
  • Schärfung der „Road to DTM“ durch eigenes Wertungssystem
  • Saisonstart beim Auslandsgastspiel auf dem Red Bull Ring

Die ADAC GT4 Germany intensiviert 2027 die Nachwuchsförderung und stärkt die „Road to DTM“
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany geht 2027 in ihre neunte Saison und intensiviert im kommenden Jahr die Nachwuchsförderung im Rahmen der „Road to DTM“, die einen durchgängigen Karrierepfad vom Kartsport bis in die DTM eröffnet. Der Preisgeldtopf der ADAC GT4 Germany steigt dabei auf rund 330.000 Euro in Geld- und Sachpreisen, wovon der größte Teil in den Gewinn der „Road to DTM“ einfließt. Die Rennen werden auch im kommenden Jahr im bewährten Umfeld der reichweitenstarken DTM-Plattform ausgetragen. Die Serie startet vom 23. bis 25. April auf dem spektakulären Red Bull Ring vor atemberaubender Bergkulisse in die Saison. Die Champions werden beim Finale vom 8. bis 10. Oktober auf dem Hockenheimring gekrönt.

Das etablierte und erfolgreiche Programm „Road to DTM“, das junge Talente vom Kartsport bis in die DTM unterstützt, wird in seiner vierten Saison noch stärker in der ADAC GT4 Germany verankert. Dabei wird eine neue Road-to-DTM-Wertung eingeführt, die analog der bereits im ADAC GT Masters etablierten Wertung nicht nur Erfolge im Rennen, sondern auch die Leistung im Qualifying, aber auch die sportliche Fairness belohnt. Dem Sieger der Road-to-DTM-Wertung winkt dabei ein sattes Preisgeld von 235.000 Euro, unter anderem in Form des Nenngelds, Reifenpreisen und Geld für eine Saison im ADAC GT Masters, um den nächsten Karriereschritt in Angriff zu nehmen.

Bestes Beispiel für den erfolgreichen Weg über die „Road to DTM“ ist Finn Zulauf. Der 22-Jährige gewann in der Saison 2024 sowohl das „Road to DTM“-Paket als auch den Titel in der ADAC GT4 Germany und machte mit seinem Einstieg in das ADAC GT Masters ein Jahr später den nächsten Schritt. Bereits in seiner zweiten Saison in der GT3-Nachwuchsliga überzeugt er mit mehreren Siegen und Podiumsplatzierungen. Zum Saisonfinale reist er als einer der Titelkandidaten nach Hockenheim.

Der Kalender der ADAC GT4 Germany überzeugt 2027 durch Konstanz und Vielfalt. Auf allen sechs Rennstrecken war die Serie bereits in der Vergangenheit zu Gast. Nach dem Saisonstart beim einzigen Auslandsgastspiel auf dem Red Bull Ring in Österreich reist die Serie direkt zur nördlichsten Rennstrecke Deutschlands. Für den Auftritt vom 7. bis 9. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben kehrt die ADAC GT4 Germany im kommenden Jahr auf den bewährten Termin im Frühjahr zurück. Das absolute Highlight findet vom 2. bis 4. Juli auf dem Norisring in Nürnberg statt und markiert zugleich die Saisonhalbzeit. Vom 20. bis 22. August beginnt auf dem traditionsreichen Nürburgring die zweite Saisonhälfte. Die entscheidende Phase im Titelkampf wird vom 24. bis 26. September auf dem Sachsenring bei Chemnitz eingeläutet. Das Saisonfinale bestreitet die ADAC GT4 Germany traditionsgemäß auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.

Termine ADAC GT4 Germany 2027 (Änderungen vorbehalten)

23.04.–25.04.2027 Red Bull Ring (A) presented by VKB-Bank

07.05.–09.05.2027 Motorsport Arena Oschersleben

02.07.–04.07.2027 Norisring

20.08.–22.08.2027 Nürburgring

24.09.–26.09.2027 Sachsenring

08.10.–10.10.2027 Hockenheimring Baden-Württemberg


Montag, 14. September 2026

ADAC GT4 Germany: Sonntagsrennen auf dem Sachsenring musste ausfallen

Die Möglichkeit eines Nachholtermins wird geprüft

Foto: Jens Hawrda

Der zweite Lauf der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring konnte am Sonntag aus Sicherheitsgründen und aufgrund höherer Gewalt nicht wie geplant ausgetragen werden. Beschädigte Randsteine der Streckenbegrenzung konnten auch aufgrund der regnerischen Witterung nicht kurzfristig sicher und fachgerecht repariert werden. Der ADAC wird in der kommenden Woche prüfen, ob das ausgefallene Rennen im Rahmen des Saisonfinales auf dem Hockenheimring nachgeholt werden kann.


Sonntag, 13. September 2026

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson untermauern mit Sieg ihre Titelambitionen

  • Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Tabellenspitze der ADAC GT4 Germany rückt immer enger zusammen
  • Sieg in Rookie-Wertung für Ginetta-Pilot Bertilsson

Großer Jubel bei Benjamin Sylvestersson (li.) und Gabriele Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Packende Action auf der Strecke und spannende Dramatik im Titelkampf. Die ADAC GT4 Germany präsentierte sich im Samstagsrennen auf dem Sachsenring von ihrer besten Seite. In einem unterhaltsamen Rennen triumphierten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 vor Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Das Podium komplettierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 damit die Tabellenführung knapp behaupten konnten. Durch das Ergebnis rückten die drei genannten Fahrer-Duos auf lediglich fünf Punkte in der Tabelle zusammen. Somit ist Hochspannung für den Rest der Saison garantiert.

Piana hatte das Rennen von der Pole-Position aus begonnen. Der ADAC GT4 Germany-Rekordsieger gewann den Start und machte der Konkurrenz unmissverständlich klar, dass der Laufsieg nur über ihn und seinen Partner Sylvestersson gehen würde. Lediglich Springob im Aston Martin konnte dem BMW in der ersten Rennhälfte folgen. Dahinter entwickelte sich ein Vierkampf um die Position des besten Verfolgers, den zunächst Linus Hahne (22/Oelde) im BMW von ME Motorsport für sich entschied. Nicht nach Plan lief die ersten Rennhälfte hingegen für Tabellenführer Robinson, der von Startplatz vier bis auf die sechste Position zurückfiel.

An der Spitze des Feldes blieb die Reihung nach den obligatorischen Fahrerwechseln gleich. Sylvestersson, der von Piana übernommen hatte, konnte die Spitze behaupten und letztendlich auch mit über fünf Sekunden Vorsprung souverän zum Sieg fahren, der für den schnellen Finnen zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Für Gogollok gab es zwischenzeitig hingegen einen kleinen Rückschlag. Aufgrund eines Vergehens von Teamkollege Springob während einer Gelbphase, musste der Aston Martin-Pilot in die Penalty-lap abbiegen. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz reichte aber aus, um final Platz zwei sicherzustellen.

Lange schien Hahnes Teamkollege Philip Wiskirchen (22/Euskirchen) sicher auf der dritten Position. Doch Tabellenführer Berndt, der für Robinson in den Porsche gestiegen war, drehte in der Schlussphase nochmals auf und konnte letztendlich den letzten Podiumsplatz erobern. Hahne/Wiskirchen wurden final Fünfte hinter dem BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport). Rang sechs ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4. Bertilsson gewann somit auch die Rookie-Wertung. 

Rang acht sicherten sich Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) Die Top Zehn komplettierten Gianni van de Craats (21/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Tagessieg in der PRO-AM-Wertung ging an Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Einen Start/Ziel-Sieg einzufahren, macht immer Spaß. Mein Stint war aber keinesfalls langweilig. Denn es hat mich wirklich überrascht, dass Jan Philipp Springob zunächst so viel Druck aufbauen konnte. Er überholte mich sogar fast und hatte eine wirklich starke Pace. Strategisch haben wir heute hoch gepokert und gewonnen. Hoffentlich können wir morgen ebenfalls eine gute Leistung zeigen. Die eingefahren Punkte sind gut für die Meisterschaft.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger für FK Performance Motorsport: „Natürlich freue ich mich sehr über den Sieg. Letztendlich hat Gabriele im ersten Stint schon den ganzen Job erledigt, sodass ich das Auto nur noch nachhause bringen musste. Ich hatte viel Wert auf das Managen der Reifen gelegt, damit der Sieg nicht in Gefahr geriet. Das Resultat ist klasse für unsere Titelhoffnungen.“

Philipp Springob – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Ich hatte einen guten Start und konnte Gabriele folgen. Die Gelbphase kam dann etwas überraschend, da ich aufgrund technischer Probleme weder einen Funkspruch hörte noch eine Mitteilung im Display sah. Das ist ärgerlich, aber zum Glück haben wir dadurch keinen Platz verloren. Auch ohne die Strafe hätte es wohl nicht für den Sieg gereicht. Dafür war der BMW heute zu stark. Wir haben das Maximum herausgeholt. Somit sind wir zufrieden.“

Philipp Gogollok – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Platz zwei ist ein solides Ergebnis und gut für die Tabellensituation. Mein Stint war gut. Nach der Penalty-lap war Benjamin vor mir aber zu weit weg, sodass ich nie angreifen konnte. Auch hinter mir hatte ich viel Luft und konnte mein Rennen in Ruhe fahren. Morgen starten wir von der siebten Position aus und hoffen auf das nächste Podium.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich lief mein Stint nicht ideal. Viele Konkurrenten um mich herum agierten etwas übermotiviert. Somit galt es für mich, sauber durchzukommen. Das ist mir gelungen. Ich managte auch den Reifen gut, sodass Denny in der zweiten Rennhälfte Vollgas geben konnte. Er hat das Rennen dann klasse zu Ende gefahren und das Podium sichergestellt.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Das Podium ist ein super Ergebnis. Lachlan hat mir den Porsche in einem sehr guten Zustand übergeben. Ich konnte dann genau das umsetzen, was ich mir vor dem Rennen vorgenommen hatte. AVIA W&S Motorsport hat uns heute wieder einmal ein perfektes Paket zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns sehr, weiterhin die Tabelle anzuführen.“


Samstag, 12. September 2026

ADAC GT4 Germany: Sachsenring: BMW und Porsche mit Pole-Position

Die Titelaspiranten Gabriele Piana und Denny Berndt werden die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring jeweils von der Pole-Position aus beginnen. Auch die Kontrahenten aus dem Aston Martin-Lager stark in der Qualifikation unterwegs.

Gabriele Piana Holt sich die Pole für's Samstagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Hochspannung pur für die beiden Läufe der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring: Darauf deutet das Ergebnis der Qualifikation unmissverständlich hin. Denn in beiden Rennen auf der 3,645 Kilometer langen Berg- und Talbahn bei Chemnitz fahren die Titelaspiranten von ganz vorne los. Für das Samstagsrennen erzielte der in der Tabelle drittplatzierte Gabriele Piana (40/ITA) im BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport mit 1:25,737 Minuten die Pole-Position. Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) war im Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport in der Qualifikation das Sonntagsrennen mit 1:25,911 Minuten nicht zu schlagen.

„Besser als die Pole geht es nicht. Es war eine gute und vor allem fehlerfreie Runde. Vielleicht hätte ich in Kurve sechs noch das eine oder andere Zehntel finden können. Aber insgesamt sind wir natürlich richtig glücklich mit dem Ergebnis“, jubelte Piana, der sich den BMW mit Benjamin Sylvestersson (19/FIN) teilt. 

Mit einem Rückstand von 0,139 Sekunden ging Platz zwei der Qualifikation für das Samstagsrennen an die Markenkollegen Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Zeitgleich dritte wurden die in der Tabelle zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor dem Porsche von Berndt/Lachlan Robinson (23/AUS).

„Das Ergebnis ist sicherlich eine gute Ausgangslage“, analysierte Berndt nach den beiden Sessions. „Ich hatte eine gute Runde. Es hat einfach gepasst. In den Rennen möchten wir ganz vorne mitfahren und so viele Punkte wie möglich einfahren. Es gilt, auf die Reifen zu achten. Doch ich denke, dass wir dafür gut vorbereitet sind.“

Zweite in der Qualifikation für das Sonntagsrennen wurden die AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA), die 0,059 Sekunden zurücklagen. Platz drei sicherte sich mit 0,080 Sekunden Rückstand der BMW von Piana/Sylvestersson. Die Top Vier komplettierte der Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Das Aston Martin-Duo Springob/Gogollok erreichte Rang sieben.

Quelle: adac-motorsport.de


Mittwoch, 9. September 2026

ADAC GT4 Germany: Titelkampf spitzt sich auf dem Sachsenring weiter zu

  • Fahrzeuge von vier Marken aussichtsreich im Titelkampf. 
  • Tabellenführer Denny Berndt will den nächsten Laufsieg. 
  • Sonntagsrennen live bei SPORT1 im Free-TV.

Heimspiel am Sachsenring für den Aston Martin von COSY Racing by ESM
Foto: ADAC-Motorsport

Vorhang auf für die vorletzte Runde der ADAC GT4 Germany 2026. Schauplatz dafür ist der Sachsenring in der Nähe von Chemnitz. Der spektakuläre 3,645 Kilometer lange Kurs zählt zu den absoluten Lieblingsstrecken der Rennfahrer – und dort wollen die Titelaspiranten wichtige Punkte sammeln, um sich vor dem Finale Mitte Oktober auf dem Hockenheimring in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Die Top Drei der Tabelle liegen allesamt innerhalb von lediglich 14 Zählern. Ganz oben im Klassement stehen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Doch die zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) sowie die dritten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) wollen dem Porsche 718 Cayman GT4-Duo die Führung streitig machen. Das verspricht natürlich einiges an Spannung. Wie üblich startet die ADAC GT4 Germany im Rahmenprogramm der DTM. Tickets für den Sachsenring gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. SPORT1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV und das Samstagsrennen ab 15:05 Uhr im Livestream auf SPORT1.de. Auch ServusTV On zeigt die Rennen im Stream. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden neben den Rennen zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:00 Uhr live übertragen.

Berndt/Robinson kommen mit ordentlich Rückenwind nach Sachsen. Die Porsche-Fahrer gewannen zuletzt das Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. „Ich freue mich auf die recht kurze Anfahrt“, erklärt der Berliner Berndt. „Auf dem Sachsenring ist der Zuschauerzuspruch immer grandios. Davon lebt unser Sport. Wir wollen alles tun, um den Besuchern ein tolles Wochenende zu bieten. Es gilt vor allem auf die Reifen zu achten. Unser sportliches Ziel ist das Podium und somit so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.“

Mit nur sechs Punkten Rückstand treten Springob/Gogollok am Sachsenring an. Auch sie waren im Aston Martin Vantage AMR GT4 zuletzt auf dem Nürburgring erfolgreich. Für ihr Einsatzteam EastSide Motorsport ist der Sachsenring immer ganz speziell, da die Mannschaft aus dem nahegelegenen Crimmitschau ihr Heimspiel feiert und somit viele Gäste vor Ort hat. „Der Sachsenring sollte uns vom Layout her sehr gut liegen, da er viele langgezogene und schnelle Kurven aufweist. Wir gehen mit einer guten Ausgangslage ins Wochenende und möchten vom Jäger zum Gejagten werden – sprich als Tabellenführer abreisen. Am besten gelingt uns das mit Podiumsplatzierungen“, ist Gogollok hoch motiviert. „Es ist immer schön, das Heimrennen des Teams zu erleben. Denn es gibt viele Gäste, die uns anfeuern werden. Auch einer meiner Partner kommt ganz aus der Nähe der Strecke. Somit wird es viele Emotionen zu spüren geben. Das spornt gleich noch mehr an.“

Den Tabellendritten Piana/Sylvestersson fehlen im BMW M4 GT4 lediglich 14 Punkte auf die Spitze. Insbesondere Piana blickt immer wieder gerne auf den Sachsenring, auf dem er im Vorjahr das Sonntagsrennen gewann. Seine Glanzleistung mit unzähligen Überholmanövern im Jahre 2023 bewertet er weiterhin als eines der besten Rennen seiner Karriere. Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen der ADAC GT4 Germany liegen die Viert- und Fünftplatzierten der Tabelle. Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche) haben 27 Punkte Rückstand. Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) fehlen im Toyota GR Supra GT4 nur 31 Zähler nach ganz vorne. Somit befinden sich Fahrzeuge von vier unterschiedlichen Marken auf den ersten fünf Positionen im Gesamtklassement, was nicht nur für die Ausgeglichenheit in der ADAC GT4 Germany spricht, sondern auch spannende und abwechslungsreiche Rennen erwarten lässt.


Dienstag, 1. September 2026

ADAC GT4 Germany: Denny Berndt: „Es gilt, saubere Arbeit zu liefern“

Bernd/Robinson, Porsche 718 Cayman GT4 #31
Foto: Jens Hawrda

Der Pilot von AVIA W&S Motorsport führt zusammen mit Lachlan Robinson die Fahrerwertung der ADAC GT4 Germany an. Insbesondere auf den Sachsenring freut sich der Berliner.

Die ADAC GT4 Germany steht vor einem spannenden Saisonendspurt 2026. Noch zwei Rennwochenenden sind zu absolvieren – und an der Spitze liegen drei Piloten-Duos innerhalb von nur 14 Punkten. Tabellenführer sind Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS), die einen Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport fahren. „Sicherlich haben wir nicht erwartet, ganz oben im Klassement zu stehen. Dennoch ist gewinnen natürlich immer unser Ziel“, erklärt Berndt. „Zusammen mit Lachlan und dem Team haben wir ein super Paket. Das ist gibt uns für den Rest der Saison ein gutes Gefühl. Wir werden unser Bestes geben.“

Der Berliner und sein australischer Teamkollege können auf eine bislang recht erfolgreiche Saison zurückblicken. In acht Läufen standen sie fünfmal auf dem Podium. Highlight waren die beiden Siege im Samstagsrennen auf dem Norisring und zuletzt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. „Tatsächlich am meisten Spaß hat mir Lauf eins auf dem Nürburgring bereitet – auch in Bezug auf das Feedback von Außen. Das Racing war einfach klasse und bislang das Highlight der Saison“, blickt Berndt zurück. 

Berndt kam aus dem BMW M2 Cup in die ADAC GT4 Germany und gab 2024 sein Seriendebüt. Dabei saß er stets im Porsche. „Die Fahrzeugwahl hat sich einfach ergeben - und war eigentlich keine bewusste Entscheidung“, so Berndt. „Ich absolvierte auf dem Porsche einen Testtag und kam mit dem Auto direkt zurecht. Seitdem kann ich auf das Gelernte aufbauen. Es gibt also keinen Grund für einen Fahrzeugwechsel.“

Während Berndt beim Rennwagen auf Konstanz setzt, stieß er erst vor der aktuellen Saison 2026 zu AVIA W&S Motorsport. „Das Zusammenspiel mit dem Team ist wirklich sehr gut“, bewertet Berndt den Rennstall aus Baden-Württemberg, der von 2023 bis 2025 dreimal in Folge den Titel in der Team-Wertung der ADAC GT4 Germany erzielte. „Die Kommunikation findet auf Augenhöhe statt. Ich fühle mich wohl im Team - und das ist eine wichtige Grundlage für den Erfolg.“ Ebenfalls neu in diesem Jahr ist für den 21-Jährigen mit Lachlan Robinson der Teamkollege. „ Lachlan redet wenig und ist schnell“, lacht Berndt. „Im Auto hat er viele Stärken. Vor allem in der Qualifikation ist er ein Top-Pilot.“

Berndt/Robinson sind somit gut gerüstet für die beiden noch ausstehenden Rennwochenenden vom 11. bis 13. September auf dem Sachsenring und Mitte Oktober auf dem Hockenheimring. „Wir haben auf beiden Strecken gute Chancen. Fahrerisch gefällt mir der Sachsenring richtig gut. In den vielen Linkskurven braucht es viel Gefühl am Steuer und mit dem Gaspedal“, beschreibt Berndt. 

Mit guten Ergebnissen auf der Strecke bei Chemnitz möchte Berndt die Basis im Titelrennen legen - auch wenn er die Favoritenrolle noch von sich weist und das Thema erst einmal bestmöglich ausblenden möchte. „Im Unterbewusstsein denkt man natürlich an den Titel. Aber das hilft mir im Auto nicht weiter“, stellt Berndt klar. „ Wir hatten über die Saison bislang ein konstantes Auftreten. Das müssen wir bei den beiden verbleibenden Rennwochenenden so beibehalten. Es gilt, weiterhin saubere Arbeit zu liefern und Ruhe zu bewahren. Dann werden wir sehen, was am Ende der Saison herauskommt.“

Quelle: adac-motorsport.de


Donnerstag, 20. August 2026

ADAC GT4 Germany: FK Performance: Shoot-out für Nachwuchsprogramm

Foto: Jens Hawrda

Mit dem Förderprogramm „The Next Step“ hat FK Performance Motorsport den motorsportlichen Nachwuchs im Blick. Am 1. Oktober geht es auf dem Hockenheimring los. Der Rennstall aus Bremen ist seit Jahren fest auf der ADAC Motorsport-Plattform verankert.

FK Performance Motorsport zählt seit 2023 zum Feld der ADAC GT4 Germany und setzt seitdem nicht nur auf Rennwagen von BMW, sondern insbesondere auch auf Nachwuchspiloten. Dieses Konzept soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Dafür hat der Rennstall aus Bremen ein neues Förderprogramm für die Saison 2027 ausgerufen, das unter der Bezeichnung „The Next Step“ läuft. Ziel ist es, Nachwuchsfahrer nicht nur an die Engagements des Teams im BMW M2 Cup und in der ADAC GT4 Germany heranzuführen, sondern auch die potenzielle Aufstiegsmöglichkeit ins ADAC GT Masters in den Fokus zu stellen.

Los geht es bereits am 1. Oktober mit einem Testtag auf dem Hockenheimring. Der Test dient als Shoot-out/Sichtung für die Saison 2027. Die teilnehmenden Fahrer (Alter ab 15 Jahre) haben auf der badischen Rennstrecke die Möglichkeit, ihr Können im BMW M2 Racing und im BMW M4 GT4 zu präsentieren. Voraussetzung für die Teilnahme ist unter anderem das Vorhandensein mindestens einer nationalen Rennlizenz sowie auch nachweisbare Erfahrung im Kart- oder Automobilsport. Aktuelle Piloten von FK Performance Motorsport werden das Shoot-out begleiten. Die Datenanalyse erfolgt zusammen mit den Ingenieuren des Teams .

Seit dem Einsteig in die ADAC GT4 Germany konnte FK Performance Motorsport 13 Podiumsergebnisse erzielen. Highlight waren drei Laufsiege. In der Saison 2026 ist der Rennstall mit drei BMW M4 GT4 in der Serie unterwegs und liegt aktuell auf Platz zwei der Team-Wertung. 2025 wurde FK Performance Motorsport von BMW als weltbestes Kundenteam ausgezeichnet.

Quelle: adac-motorsport.de

Mittwoch, 19. August 2026

ADAC GT4 Germany: Fahrerlager-Radar vom Nürburgring

Die ADAC GT4 Germany startete auf dem Nürburgring fulminant in die zweite Saisonhälfte 2026. Das sind einige spannende Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.

Foto: Jens Hawrda

Rückkehrer

Damon Surzyshyn (49/CAN) hat seit 2023 insgesamt schon 22 Rennen in der ADAC GT4 Germany absolviert. Die erste Saisonhälfte 2026 ließ er aber aus. Doch nun ist der Kanadier wieder da. „Ich liebe die ADAC GT4 Germany einfach. Es ist die beste Sprint-Rennserie der Welt und der Wettbewerb ist grandios. Das Level der Fahrer ist unglaublich hoch“, strahlte Surzyshyn, der extra aus Winnipeg anreiste. „Der Plan ist, nun auch auf dem Sachsenring und in Hockenheim anzutreten.“ Das Rennwochenende auf dem Nürburgring lief zudem sehr erfolgreich für den Porsche-Fahrer von Razoon - more than Racing. Er stand beide Mal auf dem Podium der PRO-AM-Wertung.

Heimspiele

Für viele Fahrer und Teams bedeutet das Rennwochenende auf dem Nürburgring stets Heimspiel. „Ich freue mich immer, hier zu fahren. Der Nürburgring ist ganz klar mein Saisonhighlight“, erklärte Hendrik Still (39/Kempenich, AVIA W&S Motorsport). „Ich wohne nur wenige Kilometer vom Fahrerlager entfernt und kann zuhause schlafen. Somit hatte ich auch viel Unterstützung aus der Familie und von Freunden mit dabei.“

Schnelle Rookies

In der Rookie-Wertung präsentieren sich Piloten, die ihr erstes Jahr im GT4-Motorsport absolvieren und unter 25 Jahre alt sind. Am Samstag siegte erstmals überhaupt Erik Bertilsson (25/SWE, KRT Racing), der in der Ginetta G56 GT4 das beste Rennwochenende der Saison erlebte. „Wir hatten eine wirklich gute Pace und konnten auch in die Top Fünf vorfahren. Die Rookie-Wertung ist richtig klasse. Ich hoffe, in dieser Saison noch weitere Siege erzielen zu können“, meinte der Schwede. Im Sonntagrennen sicherte sich Tabellenführer Marius Schmid (18/Tengen, BWT Mücke Motorsport) den Rookie-Sieg.

Debütant

In einem Porsche von Razoon - more than Racing war erstmals überhaupt Gregor Schneider (48/Nürnberg) in der ADAC GT4 Germany unterwegs. „Mir hat es super gefallen. Die ADAC GT4 Germany ist eine richtig große Bühne und eine der bekanntesten GT4-Serien der Welt. Hier zu fahren, ist eine riesengroße Ehre“, erläuterte Schneider. „Ich hatte den Spaß meines Lebens und würde mich freuen, hier wieder anzutreten.“

Beeindruckende Gentlemen

Auch in der PRO-AM-Wertung wurde auf dem Nürburgring wieder herausragender Sport geboten. Am Samstag triumphierten die Tabellenführer Hendrik Still und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) – am Sonntag jubelten die Porsche-Markenkollegen Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (20/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport). „Wir hatten nicht wirklich erwartet, den Klassensieg einzufahren. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht“, strahlte Jensen vom Podium. Lobend fügte Teamkollege Rühl an: „Das gesamte Team war regelrecht an die Bildschirme gefesselt, als Jesper im Auto saß. Denn er bot einen grandiosen Speed.“ Passend dazu hat der Rennstall aus Österreich ein neues Hashtag für Social Media initiiert: #winnerwerk

Erfolgreiche Junioren

In der Junior-Wertung waren am Sonntag Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) erfolgreich. Das Samstagrennen entschied Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 für sich. „Alleine schon die Tatsache, dass ich eine weitere Trophäe bekommen habe, macht die Junior-Wertung wichtig“, lachte Gogollok. „Der Fokus liegt dieses Jahr sicherlich mehr auf der Gesamtwertung, doch die Junior-Wertung ist ebenfalls hart umkämpft und hochspannend. Das Ziel in diesem Jahr sind beide Titel.“

Quelle: adac-motorsport.de

Montag, 17. August 2026

ADAC GT4 Germany: Sieg und Tabellenführung für Berndt/Robinson am Nürburgring

  • Zweiter Saisonsieg für Porsche-Duo in ADAC GT4 Germany
  • Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson mit Platz zwei im BMW
  • Marius Schmid im Mercedes-AMG bester Rookie

Die Tagessieger Denny Berndt (li.) und Lachlan Robinson
Foto: ADAC-Motorsport

Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) sind die großen Gewinner des Sonntagsrennens der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Mit einem souverän herausgefahrenen Laufsieg übernahm das Porsche 718 Cayman GT4-Duo nicht nur die Tabellenspitze im ADAC Championat, sondern auch die Favoritenrolle für die restlichen zwei Rennwochenenden der Saison. Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) erkämpften im BMW M4 GT4 die zweite Position. Das Podium komplettierten beim Klassiker in der Eifel Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.

An der Spitze des Sonntagrennens ging es wieder einmal richtig bunt zu. Zu Rennbeginn lag zunächst Pole-Setter Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vorne, gefolgt von Berndt im Porsche und Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4. Doch nach rund zehn Rennminuten überholten in direkter Abfolge sowohl Berndt als auch Schwartz den Aston Martin. Dahinter beendeten Porsche-Pilot Gabbay sowie Sylvestersson im BMW die erste Rennhälfte auf den weiteren Positionen.

Die Phase der Boxenstopps brachte dann die nächsten Positionsverschiebungen. Piana, der von Sylvestersson übernommen hatte, setzte sich direkt vor Gogolloks Partner Jan Philipp Springob (25/Olpe) und konnte im Anschluss sofort auch Lucas Cartelle (18/BEL) überholen, der für Schwartz in den Toyota gestiegen war. Auch Maximilian Schreyer, der Gabbay im Porsche ersetzt hatte, fand sich nach den Stopps vor Springob wieder. Wenig später holte der junge Hesse dann auch von Cartelle die dritte Position. Cartelle musste sich im weiteren Rennverlauf schließlich noch Springob im Aston Martin geschlagen geben.

Davon unbeeindruckt blieb Berndts Partner Lachlan Robinson in der zweiten Rennhälfte unangefochten in Führung und fuhr mit einem Vorsprung von über vier Sekunden zum Sieg, der auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Hinter Piana/Sylvestersson, Gabbay/Schreyer sowie Gogollok/Springob reichte es für Cartelle/Schwartz am Ende nicht für Rang fünf, da in der letzten Runde auch noch der BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) den Toyota überholte.

Siebte wurden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) vor ihren Mercedes-AMG-Markenkollegen Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport). Schmid konnte sich somit auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport, Porsche) sowie Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Erfolg in der PRO-AM-Wertung ging an das Porsche-Duo Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (20/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport).

Stimmen nach dem Rennen

Denny Berndt – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Unser nächster Sieg in der ADAC GT4 Germany ist wirklich ein tolles Resultat. Doch da wir direkt nachhause fahren, können wir nicht großartig feiern. Sicherlich ist die Tabellenführung ein super Zwischenstand, alles kann sich aber schnell wieder ändern. Wir schauen von Rennen zu Rennen und geben unser Bestes. Der Sachsenring kann also kommen.“

Lachlan Robinson – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Der Sieg fühlt sich richtig gut an, insbesondere da der Tag gestern nicht so endete, wie wir es gewünscht hätten. Denny hat heute wieder einen klasse Job gemacht, somit musste ich das Auto eigentlich nur noch ins Ziel bringen. Das ist mir gelungen.“

Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Wir versuchen schon die ganze Saison, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Doch zumeist ist ein Konkurrent schneller. Somit bin ich nicht sonderlich glücklich. Das Team hat aber eine perfekte Taktik in Bezug auf den Boxenstopp angewandt, sodass ich direkt auf meiner Outlap attackieren konnte.“

Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport

„Mit Platz zwei konnten wir das Wochenende versöhnlich beenden. Wir haben unser Bestes gegeben. Mein Start war ganz gut, doch danach steckte ich etwas im Verkehr. Wir hatten einen guten Boxenstopp und konnten dadurch Positionen gewinnen. Gabriele hat das Rennen klasse zu Ende gefahren. Das Auto fühlte sich zudem richtig gut an.“

Alon Gabbay – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Ich freue mich sehr über das Podium. Ich habe in meinem Stint richtig Gas gegeben. Danach hat auch Maxi alles gegeben und den Toyota überholt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“

Maximilian Schreyer – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier auf dem Nürburgring auf dem Podium zu stehen. Das Team hat dafür mega hart gearbeitet. Auch Alon war heute super aufgelegt. Als ich ins Auto stieg, konnte ich direkt am Toyota vorbeifahren. Auf dem Sachsenring wollen wir an diese Leistung anknüpfen.“